Arbeitsmarkt US-Wirtschaft schafft überraschend viele Jobs
Arbeiter bei General Motors (Archivbild): Langsame Erholung am US-Arbeitsmarkt?
Foto: Steve Fecht / dpa / picture allianceWashington - Ist es eine nachhaltige Erholung? Oder nur ein kleiner Ausreißer nach oben? Klar ist: Die neuesten Daten vom US-Arbeitsmarkt machen Hoffnung. So wurden im April außerhalb der Landwirtschaft 165.000 neue Stellen geschaffen, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Die Markterwartungen von plus 140.000 Stellen wurden übertroffen. Die Arbeitslosenquote, an die die US-Notenbank Fed ihre Zinspolitik gekoppelt hat, ging weiter zurück. Sie sank im April auf 7,5 Prozent - ein Minus von 0,1 Punkten.
Außerdem wurden die Zahlen für die beiden Vormonate deutlich angehoben. Dies lässt insbesondere den März, als der schwache Jobaufbau zunächst stark enttäuscht hatte, in anderem Licht erscheinen. Der Wert für diesen Monat wurde nun von 88.000 auf 138.000 Stellen revidiert. Auch die Entwicklung im Februar fiel mit starken 332.000 zusätzlichen Stellen besser als bislang bekannt aus.
Allerdings enttäuschte die Entwicklung im April im verarbeitenden Gewerbe, wo teilweise sogar Jobs wegfielen. Dagegen waren die Stellenzuwächse im Dienstleistungsgewerbe ansehnlich. Auch Zeitarbeitsfirmen, die als Indikator für die künftige Entwicklung gelten, verbuchten einen deutlichen Stellenzuwachs. Im öffentlichen Sektor wurden Jobs abgebaut.
Die Lohnentwicklung, die für den privaten Konsum von Bedeutung ist, konnte moderat zulegen. Nach einer Stagnation im März erhöhten sich die durchschnittlichen Stundenlöhne um 0,2 Prozent. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit fiel jedoch von 34,6 auf 34,4 Stunden.
Dow Jones steigt auf Rekordhoch
Die größte Volkswirtschaft der Welt hatte im ersten Quartal merklich an Schwung gewonnen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg mit einer Jahresrate von 2,5 Prozent, nachdem es Ende 2012 lediglich zu einem Plus von 0,4 Prozent gereicht hatte. Experten gehen aber davon aus, dass die Dynamik schon im weiteren Verlauf des Frühjahrs wieder nachlässt, weil die Ausgabenkürzungen der Regierung und höhere Steuern bremsen dürften. Der Internationale Währungsfonds senkte erst vor kurzem die Wachstumsprognose für 2013 von 2,1 auf 1,9 Prozent.