Weniger Schulden Aufschwung spült Geld in die Länderkassen
"Schuldenbremse" in Berlin: Sechs Milliarden weniger Miese als gedacht
Foto: Rainer Jensen/ dpaDüsseldorf - Der Wirtschaftsaufschwung macht sich in den Länderhaushalten bemerkbar: Von Januar bis April haben die Finanzminister der 16 Bundesländer rund fünf Milliarden weniger Schulden gemacht als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Das berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf eine Übersicht des Bundesfinanzministeriums.
Die Länder hätten durch die erhöhten Steuereinnahmen in den ersten vier Monaten des Jahres zusammen neun Milliarden Euro mehr ausgegeben als eingenommen. Damit habe sich die Situation in allen Ländern bis auf Rheinland-Pfalz und das Saarland verbessert, so die Zeitung weiter.
Laut "Handelsblatt" gehen Volkswirte davon aus, dass die Bundesländer auf Jahressicht zusammen knapp 20 Milliarden Euro neue Schulden machen müssen. Das wären gut sechs Milliarden weniger als in den Etats vorgesehen.
Größter Schuldenmacher im ersten Jahresdrittel war laut dem Bericht Nordrhein-Westfalen mit einem Defizit von knapp zwei Milliarden Euro. Mit knapp 4,8 Milliarden wolle das Schlusslicht dieses Jahr nur unwesentlich weniger Kredite aufnehmen als im Vorjahr.
Besonders gut standen Ende April zwei Länder da: Sachsen und Bayern schafften es als einzige, mit ihren Einnahmen auszukommen.