Wolfgang Schäuble attackiert Griechenlands Regierung - DER SPIEGEL
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Streit um Reformen Schäuble rügt Griechenland

Der Streit mit Griechenland flammt wieder auf. Beim Finanzministertreffen in Brüssel geht Schäuble hart mit der Regierung in Athen ins Gericht. Sie habe "nicht das getan, wozu sie sich verpflichtet hat".
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (Archivbild)
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Foto: RUBEN SPRICH/ REUTERS
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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat den Druck auf die griechische Regierung angesichts der seiner Ansicht nach schleppenden Umsetzung des griechischen Spar- und Reformprogramms erhöht. "Ich weiß nicht, was die griechische Regierung sich dabei denkt, dass sie bis jetzt nicht das getan hat, wozu sie sich so oft verpflichtet hat", sagte Schäuble beim Treffen der Eurofinanzminister am Donnerstag in Brüssel. Vonseiten der internationalen Geldgeber gebe es keine Probleme. "Es liegt ausschließlich an Griechenland."

Das hoch verschuldete Land ist seit 2010 von Finanzhilfen abhängig. Die internationalen Institutionen und die griechische Regierung hatten sich 2015 in dramatischen Verhandlungen auf Zahlungen von bis zu 86 Milliarden Euro bis 2018 geeinigt und Schuldenerleichterungen in Aussicht gestellt. Im Gegenzug dafür muss Griechenland schrittweise Spar- und Reformmaßnahmen umsetzen.

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Derzeit sind unter anderem weitreichende Liberalisierungen des griechischen Arbeitsmarkts strittig. Unternehmen sollen etwa ihre Mitarbeiter leichter entlassen können und bestimmte Rechte von Gewerkschaften - etwa das Streikrecht - eingeschränkt werden. Im Kreis der Eurofinanzminister wächst die Nervosität, da in den kommenden Monaten wichtige Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland anstehen - ein Aufflammen der schwelenden Griechenlandkrise soll deshalb verhindert werden.

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beb/dpa