Wulff-Affäre: LBBW prüft Hauskredit - DER SPIEGEL
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Wulff-Affäre LBBW prüft Hauskredit

Der umstrittene Kredit der BW-Bank an Bundespräsident Christian Wulff beschäftigt auch die Landesbank Baden-Württemberg. Mitte Februar werden sich die zuständigen Gremien des Mutterkonzerns der BW-Bank mit dem Darlehen beschäftigen.
LBBW-Zentrale in Stuttgart: Die Landesbank wird den Wulff-Kredit überprüfen
LBBW-Zentrale in Stuttgart: Die Landesbank wird den Wulff-Kredit überprüfen

LBBW-Zentrale in Stuttgart: Die Landesbank wird den Wulff-Kredit überprüfen

Foto: Bernd Weissbrod/ picture alliance / dpa
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Stuttgart - Die günstigen Kreditkonditionen, die die BW-Bank dem Bundespräsidenten eingeräumt hat, werden den Prüfungsausschuss der größten deutschen Landesbank beschäftigen. Am 13. Februar wird sich das Gremium der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) dem Thema widmen, sagte ein LBBW-Sprecher. Zehn Tage später wird das Darlehen dann im Aufsichtsrat der Landesbank thematisiert.

Weil die BW-Bank keinen eigenen Prüfungsausschuss hat und dem Aufsichtsrat nur beratende Funktion zukommt, hatte das Institut bereits angekündigt, die zuständigen Gremien zeitnah zu informieren. Am Dienstag hatte sich auch die grün-rote Landesregierung von Baden-Württemberg in die Diskussion eingeschaltet und Aufklärung gefordert. Eigentümer der LBBW sind das Land, die Stadt Stuttgart sowie die Sparkassen im Südwesten.

Unterdessen sind bei der BW-Bank zwei weitere Anzeigen wegen der umstrittenen Kreditkonditionen für Wulff eingegangen. Insgesamt liegen nach Angaben der Stuttgarter Staatsanwaltschaft nun vier Anzeigen vor.

BW-Bank bestreitet Sonderkonditionen

In der "Frankfurter Rundschau" bestreitet die BW-Bank gleichzeitig, dass Wulff für seinen Kredit besondere Konditionen aufgrund seines Amtes bekommen habe. Die Einstufung als "gehobener Privatkunde" beruhe auf den wirtschaftlichen Verhältnissen sowie den persönlichen und wirtschaftlichen "Entwicklungsmöglichkeiten des Kunden", heißt es laut der Zeitung in einer Stellungnahme der Bank.

Weiter schreibt das Institut: "Für die Kreditvergabe an Politiker gelten die gleichen Anforderungen wie für andere Kunden". Geldmarktdarlehen mit äußerst günstigen Zinsen zwischen 0,9 und 2,1 Prozent wie für Wulff seien "gängige Bankprodukte, welche für gehobene Privatkunden unseres Hauses nicht ungewöhnlich sind". Der Kreditnehmer trage dabei das volle Risiko von steigenden Zinsen.

Wulff soll sich dem Bericht zufolge im Herbst 2009 "als Privatperson telefonisch bei der BW-Bank gemeldet" haben, allerdings "auf Empfehlung von Herrn Egon Geerkens", seines Unternehmerfreundes.

nck/dpa/dapd

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