Sparen bei VW: Bleib im Urlaub, Kollege - DER SPIEGEL
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Sparen bei VW Bleib im Urlaub, Kollege

Die Absatzflaute bei Volkswagen beschert den Mitarbeitern in den nächsten Wochen ungeahnt viel Freizeit. Laut einem Zeitungsbericht wird es in noch mehr Werken als bisher bekannt extra lange Zwangsferien geben.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Wolfsburg - Volkswagen   wolle so viele Beschäftigte wie möglich in Urlaub schicken, schreibt die "Bild"-Zeitung. Sämtliche europäische Produktionswerke und Verwaltungsabteilungen sollten nur noch in Minimalbesetzung arbeiten. Dies gelte in der Regel in der Zeit zwischen 12. Juli und 6. August. Damit würden die verlängerten Werksferien für mehr Bereiche gelten als bisher bekannt.

Laut Bericht gibt es nur wenige Ausnahmen von der Regel. Dazu gehörten die "Touareg"-Produktion in Bratislava und der Motorenbau in Salzgitter.

Urlaubstage und Überstunden abgezogen

Bereits Anfang Juni hatte der Konzern mitgeteilt, er wolle seine Werksferien von drei auf vier Wochen verlängern. Grund sei die "generell schwache Automobilkonjunktur in Europa", sagte ein Unternehmenssprecher. Das genaue Ausmaß der Sparmaßnahmen war bisher unklar.

Europas größter Autobauer hatte das erste Quartal 2004 äußerst schwach mit einem Gewinneinbruch um fast 90 Prozent abgeschlossen. Neben dem Sparpaket "ForMotion" im Volumen von vier Milliarden Euro bis Ende 2005 dürften die verlängerten Werksferien für erhebliche weitere Einspareffekte sorgen. Bereits zu Ostern 2004 und im Herbst 2003 hatte Volkswagen zusätzliche Produktionspausen eingelegt, um den Aufbau von Lagerbeständen zu vermeiden.

Die flexiblen Arbeitszeitmodelle bei VW erlauben kurzfristige Reaktionen auf die Entwicklung der Autobranche. Den Beschäftigten wurden bei früheren Produktionspausen Überstunden oder Urlaubstage abgezogen.