Sparkurs Bahn will angeblich 70.000 Stellen abbauen
Frankfurt am Main - Trotz der besonderen Belastung des Personals durch die Expo solle der Abbau bereits in diesem Jahr beginnen, heißt es in dem Bericht. Das Blatt beruft sich auf eine detaillierte Streichliste, die der PDS-Verkehrsexperte Winfried Wolf vorgelegt habe.
Die Bahn wolle in den kommenden Jahren mehr als jeden vierten Lokomotivführer und jeden zweiten Zugbegleiter einsparen. Insgesamt stünden 64.545 Arbeitsplätze aller Art auf der Streichliste. Das seien 37 Prozent aller Arbeitsplätze, schreibt die Zeitung. Nehme man die Holding und weitere Konzernfirmen hinzu, sei die geplante Streichung von 70.000 Stellen plausibel.
In der Nahverkehrs-Tochter DB Regio sollen dem Bericht zufolge 13.323 Stellen oder 36 Prozent der Arbeitsplätze wegfallen. Bei DB Cargo seien es 15.122 (37 Prozent) und bei der Fernverkehrs-Tochter DB Reise & Touristik 8610 (35 Prozent). In diesen drei Gesellschaften sollen danach im Jahre 2004 knapp 7000 Lokführer weniger arbeiten als bisher.
Die für das Streckennetz zuständige DB-Netz soll laut "Frankfurter Rundschau" auf 42 Prozent ihrer Mitarbeiter verzichten. Vergleichsweise gering sei der anvisierte Stellenabbau bei der "Bahnhofstochter" DB Station & Service mit neun Prozent.