Sparkurs: DGB-Beschäftigten droht Nullrunde - DER SPIEGEL
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Sparkurs DGB-Beschäftigten droht Nullrunde

Nicht nur in der freien Wirtschaft herrscht Kostendruck, auch die Gewerkschaften müssen sparen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat wegen einer anstehenden Nullrunde nun Ärger mit seinen eigenen Beschäftigten.
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Berlin - Wegen weiter sinkender Mitgliederzahlen lasse die finanzielle Lage des Dachverbandes keine Erhöhung der Gehälter zu, sagte DGB-Personalchef Gunter Barnbeck der "Berliner Zeitung". Dafür sei dem Gesamtbetriebsrat angeboten worden, auf Eingriffe beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld zu verzichten.

Die Belegschaftsvertreter dagegen fordern eine Erhöhung der Gehälter um 2,5 Prozent. Trotz mehrerer gescheiterter Verhandlungsrunden gibt es laut Gesamtbetriebsrats-Chefin Margot Bengl aber keine Möglichkeit, zu Warnstreiks oder zum Streik aufzurufen. Nun solle eine Schlichtungsstelle weiterhelfen.

Bengl sagte, die DGB-Beschäftigten verdienten bereits heute deutlich weniger als die Mitarbeiter der großen Einzelorganisationen. Das Einstiegsgehalt für DGB-Organisationssekretäre liege bei rund 3000 Euro brutto pro Monat. Ein IG-Metall-Sekretär habe im Monat rund 1000 Euro mehr.

Grundsätzlich müssten die DGB-Beschäftigten wieder Anschluss an die allgemeine Einkommensentwicklung bekommen, forderte Bengl. In den vergangenen Jahren hätten sie bereits magere Tariferhöhungen und damit Reallohnverluste hinnehmen müssen.

suc/AP