Sparkurs: Ford baut zehn Milliarden Dollar Schulden ab - DER SPIEGEL
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Sparkurs Ford baut zehn Milliarden Dollar Schulden ab

Hoffnungen auf ein Ende der Krise: Der angeschlagene US-Autokonzern Ford hat fast zehn Milliarden Dollar Schulden aus eigener Kraft abgebaut. Anders als die Konkurrenten GM oder Chrysler kommt das Unternehmen ohne staatliche Hilfe aus.
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New York - Der krisengeschüttelte US-Autobauer Ford ist beim Abbau seines Schuldenberges einen großen Schritt vorangekommen. Durch Vereinbarungen mit Gläubigern sinke die Schuldenlast um fast zehn Milliarden Dollar oder weit über ein Drittel, teilte der Konzern am Montag am Sitz in Dearborn im US-Bundesstaat Michigan mit. Zum Jahresende war Ford im Auto-Kerngeschäft noch mit knapp 26 Milliarden Dollar verschuldet. Die Börse reagierte mit einem Kurssprung.

Anders als General Motors   (GM) und Chrysler kommt Ford   trotz Milliardenverlusten bislang ohne staatlichen Finanzhilfen aus. Nach jüngsten Aussagen will der zweitgrößte US-Autobauer auch weiterhin aus eigener Kraft überleben.

Durch die bisher größte Reduzierung der Verbindlichkeiten spart Ford den Angaben nach mehr als 500 Millionen Dollar an Zinsen pro Jahr. Für den Schuldenabbau gaben sich die Gläubiger mit niedrigeren Rückzahlungen zufrieden und bekamen Ford-Anteile. Ford bezahlte mit 2,4 Milliarden Dollar in bar und 468 Millionen eigenen Aktien.

Die Opel-Mutter GM und Chrysler bemühen sich ebenfalls um eine Einigung mit ihren Gläubigern. Die US-Regierung machte dies zur Bedingung für die geforderten weiteren Milliardenkredite.

Ford hat in den vergangenen drei Jahren Verluste von insgesamt rund 30 Milliarden Dollar eingefahren - allein 2008 ein Rekordminus von fast 15 Milliarden Dollar. In einer ersten Reaktion auf den erfolgreichen Schuldenabbau legte die Ford-Aktie am Montag im frühen US-Handel um rund 15 Prozent auf 3,75 Dollar zu.

kaz/dpa