Sparkurs Post will 33.000 Stellen im USA-Geschäft streichen
Hamburg/Bonn - Die Deutsche Post plant mehreren Zeitungsberichten zufolge tiefe Einschnitte in ihrem US-Geschäft. Dort sollen bis zu 33.00 Jobs wegfallen, schreibt die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) unter Berufung auf Unternehmenskreise. Auch das "Wall Street Journal" und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichteten über solche Pläne. Demnach sind auch Tausende von Verwaltungsstellen in anderen Ländern - darunter Deutschland - gefährdet.
Hot-Dog-Verkäufer vor DHL-Wagen (in New York): Wegfall von Stellen
Foto: APLaut "SZ" will die Post fast ihr gesamtes inneramerikanisches Expressgeschäft aufgeben, das Verluste schreibt. Mitarbeiter vor Ort bräuchte der Logistiker dann nur noch für den weltweiten Transport von Sendungen. Eine angestrebte Zusammenarbeit in den USA mit dem Konkurrenten United Parcel Service (UPS) ist bislang nicht zustande gekommen.
Die Nachrichtenagentur AP zitiert eine namentlich nicht genannte Person aus dem Unternehmen, dass allein 12.000 bis 13.000 Mitarbeiter der Posttochter DHL betroffen seien, von Fahrern bis zu Lagerarbeitern. Die Post hat sich zu den Berichten bislang nicht geäußert. Vor einigen Wochen hat das Unternehmen aber mitgeteilt, dass der US-Expressdienst in diesem Jahr voraussichtlich bis zu 1,3 Milliarden Euro Verlust machen werde. Bereits im Mai hatte Post-Chef Frank Appel eine radikale Restrukturierung dieser Sparte angekündigt.
Nach Einschätzungen von Analysten wird die Deutsche Post am heutigen Montag für das dritte Quartal, bereinigt um die Postbank, einen geringen Umsatz- und Gewinnanstieg bekanntgeben. Anleger erhoffen sich von Appel weitere Hinweise zum hoch defizitären Expressgeschäft in den USA. Ende Oktober hatte die Post für den Gewinn vor Zinsen und Steuern im dritten Quartal einen Rückgang um acht Prozent auf 430 Millionen Euro in Aussicht gestellt.
kaz/dpa/AP/dpa-AFX