Sparkurs Telekom wirbt weniger
Hamburg - Bei der Sanierung der Deutschen Telekom will Vorstandschef René Obermann auch die Werbung nicht unangetastet lassen. In der Fachzeitung "Horizont" kündigte er drastische Einschnitte im Marketingetat an. "Wir wollen gegenüber 2006 in Deutschland einen dreistelligen Millionenbetrag einsparen", sagte er. Im vergangenen Jahr hat der Bonner Konzern laut Obermann in Deutschland zwischen 700 und 800 Millionen Euro für Werbung und Sponsoring ausgegeben.
Um die Sparziele zu erreichen, will die Telekom nach seinen Angaben die Effizienz ihrer Kommunikationsmaßnahmen spürbar erhöhen. So würden etwa die Mediapläne künftig stärker als bislang von der Zentrale vorgegeben. Damit solle verhindert werden, dass sich die einzelnen Sparten mit jeweils eigenen Kampagnen in den Werbeblöcken gegenseitig Konkurrenz machten.
Zur Effizienzsteigerung soll auch eine vereinfachte Markenarchitektur beitragen. So verabschiedet sich verabschiedet sich der Konzern von der mit einem Millionenetat beworbenen Festnetzmarke T-Com. Diese Marke gehe in T-Home auf, teilte das Unternehmen heute mit. Unter der Marke, die ab Samstag beworben werden soll, will der Konzern in Zukunft alle Telekommunikationsangebote für zu Hause bündeln. Neben T-Home soll es in Zukunft noch die Marken T-Mobile und T-Systems geben.
Die Telekom hatte den Markennamen T-Com mit einem hohen Aufwand beworben. Unter anderem ist der T-Com-Schriftzug noch auf den Trikots des Fußballvereins Bayern München zu finden.
kaz/AP/dpa-AFX