Sparpläne Deutsche Bahn im Outsourcing-Fieber
Berlin - Eines gab Mehdorn am Montag bereits bekannt: Die Bahn will weitere vier regionale Netze aus dem Konzern ausgliedern und künftig als selbstständige "Kleinbahnen" betreiben lassen. Wo die neuen Kleinbahnen entstehen sollen, sei aber noch nicht endgültig entschieden, sagte der Bahn-Chef. Er beteuerte, die Bahn wolle regionale Gegenden weiterhin angemessen versorgen. "Wir stehen dazu, dass wir uns aus der Fläche nicht zurückziehen." Die Bahn hat bereits bei Pilotprojekten Erfahrungen mit Ausgliederungen gemacht. So lässt sie in Hessen, Thüringen, Sachsen und Bayern früher unrentable Nebenstrecken von Bahnbeschäftigten weitgehend in eigener Verantwortung betreiben. Die vier Gesellschaften betreuen ein rund 1000 Kilometer langes Streckennetz. Mehdorn: Kunden bei Kleinbahnen zufriedener Die Verkehrsgesellschaften gehören zwar weiterhin zum Konzern, werden jedoch wie mittelständische Unternehmen geführt und können rasch auf regionale Bedürfnisse reagieren. "Wir haben nach drei Jahren bei den Kleinbahnen schwarze Zahlen geschrieben", sagte der Bahn-Chef. Verglichen mit dem gesamten Geschäft des Konzerns haben die regionalen Bahnen nur geringe Bedeutung: Mit 110 Millionen Euro Umsatz tragen die Kleinbahnen nur ein Prozent der Erlöse bei. Die Ausgliederung hat nach Angaben der Bahn aber eine Reihe positiver Effekte: Die Kunden seien zufriedener, der Krankenstand niedriger und die Züge pünktlicher als im Personenverkehr des Gesamtkonzerns. Insgesamt habe die Bahn durch die Ausgründungen vor drei Jahren 50 Millionen Euro gespart.