Sparpläne: Deutsche Bank will 5500 IT-Jobs auslagern - DER SPIEGEL
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Sparpläne Deutsche Bank will 5500 IT-Jobs auslagern

Um ihre Personalkosten zu reduzieren, plant die Deutsche Bank offenbar eine große Stellen-Auslagerungswelle. Nach einem Zeitungsbericht stehen bis zu 5500 Arbeitsplätze zur Diskussion.
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Berlin - Ein Teil der zur Disposition stehenden Aufgaben soll an externe Dienstleister abgegeben werden, die anderen Jobs sollen möglicherweise in Niedriglohnländer wandern, berichtet die "Welt" unter Berufung auf Bankkreise. Zittern müssen vor allem IT-Spezialisten: Bis Ende 2005 seien wahrscheinlich rund die Hälfte der 10.800 Arbeitsplätze im Bereich Global Technology and Operations (GTO) betroffen. Hinzu kämen die Arbeitsplätze von rund 2000 externen Mitarbeitern, die von der Neuorganisation tangiert seien.

Ein Banksprecher wollte die jüngsten Pläne gegenüber der Zeitung nicht kommentieren. Der zuständige Vorstand, Hermann-Josef Lamberti, sagte lediglich, jeder einzelne Prozess, der in der Bank abläuft, werde auf den Prüfstand gestellt.

In Deutschland, wo rund ein Drittel der 10.800 GTO-Mitarbeiter beschäftigt ist, könnten Arbeitsplätze in großem Umfang betroffen sein. Die Bank beabsichtigte, möglichst viele der Stellen, die nicht ausgelagert werden, künftig in so genannte Niedrig-Kosten-Standorte zu verlagern, schreibt die "Welt". Dazu zählten vor allem Osteuropa, denkbar seien auch Standorte in Indien. Betroffen seien vermutlich die IT-Spezialisten in Eschborn bei Frankfurt, während das Outsourcing-Potenzial im Zweigstellennetz gering sei.

Wie ernst es die Deutsche Bank meint, zeige sich bereits in der Praxis: Nachdem das Geldhaus die Betreuung der Rechenzentren mit rund 1000 Beschäftigten Anfang des Jahres an IBM übertragen habe, wird nach Informationen der "Welt" die Technologie- und Unternehmensberatung Accenture die technische Verwaltung des gesamten Personalbereiches übernehmen.

Auch der Einkauf soll offenbar von einem externen Dienstleister übernommen und weltweit zentralisiert werden. Hier gelte ebenfalls Accenture als Favorit. Zudem seien Wartung und Weiterentwicklung der bankinternen SAP-Anwendungen ausgeschrieben. Die Zahl der Arbeitsplätze, die von diesen drei Projekten betroffen sind, liege bei rund 500.