Sparplan: Siemens baut seine IT-Sparte um - DER SPIEGEL
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Sparplan Siemens baut seine IT-Sparte um

Siemens will seine verlustreiche IT-Sparte SBS neu strukturieren. Damit will der Technologiekonzern eine Milliardensumme einsparen. Auch von einem Lohnverzicht ist die Rede. Der Vorstand sprach heute von einer strategischen Neuausrichtung.
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München - Der Technologiekonzern Siemens stellt seine verlustträchtige IT-Sparte SBS neu auf. Künftig werde der Bereich "Siemens IT Solutions und Services" heißen, teilte das Unternehmen heute mit. Die Aktivitäten würden in vier sogenannten IT- und Softwarehäusern zusammengefasst. Bis Frühjahr 2007 sollen die Kosten des Bereichs um 1,5 Milliarden Euro reduziert werden.

In diesem Zusammenhang sei man derzeit in Verhandlungen mit Belegschaftsvertretern und der IG Metall. Thema sei dabei auch ein Lohnverzicht der Mitarbeiter. Der Abschluss der laufenden Verhandlungen sei eine entscheidende Voraussetzung für die endgültige Aufstellung der Sparte in Deutschland.

Das Geschäft werde künftig aus München und Wien gesteuert, hieß es. Der bisherige SBS-Chef Christoph Kollatz werde auch an der Spitze der SIS stehen.

Mit der Bekanntgabe der Neuausrichtung trat Siemens Spekulationen entgegen, die defizitäre IT-Sparte verkaufen zu wollen. Siemens-Vorstandschef Klaus Kleinfeld hatte jüngst bereits erklärt, an der Sparte festhalten zu wollen.

Die neu zusammengesetzte Sparte wird laut Unternehmensangaben rund fünf Milliarden Euro Umsatz machen und etwa 43.000 Mitarbeiter haben.

In ersten Reaktionen wurde die Nachricht von der Neuausrichtung positiv am Markt aufgenommen. "Das hört sich wie der lang erwartete Schritt in die richtige Richtung an", sagte heute ein Händler.

kaz/Reuters/dpa/Dow Jones

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