Sparprogramm: Airbus will auch französische Werke verkaufen - DER SPIEGEL
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Sparprogramm Airbus will auch französische Werke verkaufen

Airbus hat sein Sparprogramm Power 8 Plus konkretisiert: Nach den deutschen werden jetzt auch französische Fabriken ausgegliedert. Weitere Arbeitsplätze sollen aber nicht wegfallen. Entscheidend für die Zukunft dürfte die Expansion in den Dollarraum werden.
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Paris - In der nächsten Stufe des Sparprogramms Power 8 Plus sollen keine weiteren Stellen gestrichen werden. An der ursprünglich anvisierten Zahl von 10.000 Arbeitsplätzen werde sich nichts ändern, sagte der Vorstandschef der Airbus-Muttergesellschaft EADS, Louis Gallois, der französischen Tageszeitung "Le Monde".

Dennoch stehen bei Airbus schwerwiegende Entscheidungen bevor: Am heutigen Dienstag will der Konzernvorstand den Betriebsrat darüber informieren, wie er die anvisierte eine Milliarde Euro an zusätzlichen Einsparungen erreichen will.

Details dazu sind noch nicht bekannt, doch es wird auf jeden Fall Werke in Frankreich treffen. Sie sollen in einem ersten Schritt ausgegliedert werden, um sie später zu verkaufen. Dabei sollen nach Informationen der Finanzzeitung "La Tribune" die Werke Meaulte und Saint-Nazaire Ville unter ein Dach kommen und zudem ein Zulieferwerk in Tunesien entstehen. EADS wolle dafür 50 bis 100 Millionen Euro investieren. Die Konzerntochter EADS Socata soll nach Informationen aus Gewerkschaftskreisen zu 70 Prozent an den französischen Zulieferer Daher verkauft werden.

Der Schritt über den Atlantik soll die in Europa Beschäftigten aber nicht tangieren, gab Airbus bekannt: Die Produktion in Europa werde praktisch nicht verringert, denn die Fertigung von Flugzeugen werde hochgefahren, heißt es bei Airbus. Die Produktion ist für fünf bis sechs Jahre ausverkauft.

EADS-Chef Louis Gallois hatte im März angekündigt, dass bei Airbus nach weiteren Einsparmöglichkeiten gesucht werde. Ziel sei es, Airbus unabhängiger von der Entwicklung des Dollar-Kurses zu halten, hieß es seinerzeit.

Unterdessen werden die Sorgen mit dem Großjet A380 keineswegs geringer. Wegen Problemen mit der Elektrik kann die Fluggesellschaft Emirates nach Informationen des "Figaro" ihren bisher einzigen A380 derzeit nicht einsetzen. Die zweite, aus Hamburg abgelieferte Emirates-Maschine dürfte erst im Oktober mit mehrwöchiger Verspätung einsatzbereit sein. Die Elektrikprobleme seien vergangene Woche aufgefallen, berichtet die Pariser Zeitung. Emirates hoffe, das erste Flugzeug ab dem 12. September wieder auf der Strecke Dubai-New York einsetzen zu können.

Problemfälle bei Airbus

Airbus hat dem Blatt zufolge 30 Mitarbeiter für Emirates nach Dubai und New York abgestellt. Die Fluggesellschaft ist mit 58 Bestellungen der wichtigste Kunde für das Großflugzeug, das in der Produktion zwei Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan liegt. Die A380 ist mit anderer Innenausstattung auch bereits bei Singapore Airlines im Einsatz.

mik/dpa-AFX/Reuters/Dow Jones

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