Sparprogramm: E.on schließt betriebsbedingte Kündigungen aus - DER SPIEGEL
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Sparprogramm E.on schließt betriebsbedingte Kündigungen aus

Der Energiekonzern E.on will sparen - und möglicherweise Tausende Stellen abbauen. Zu betriebsbedingten Kündigungen soll es allerdings nicht kommen. Darauf hat sich der Vorstand in Verhandlungen mit dem Betriebsrat verständigt.
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München - In der Auseinandersetzung um das E.on-Einsparungsprogramm "Perform-to-Win" hat der Betriebsrat einen Erfolg errungen: Betriebsbedingte Kündigungen soll es beim Energiekonzern nicht geben. "Dieser Verhandlungspunkt ist vom Tisch", sagte Wolf-Rüdiger Hinrichsen, Vertreter der Gewerkschaft IGBCE und stellvertretender Betriebsratschef, der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag".

"Wir haben vereinbart, dass es auch im Zusammenhang mit 'Perform-to-Win' keine betriebsbedingten Kündigungen geben wird", sagte Hinrichsen. Strittig sei allerdings noch, ob so genannte Änderungskündigungen zulässig sind. "Das heißt, ob von Stellenstreichungen Betroffene, die mehrere ihnen angebotene zumutbare Ersatzarbeitsplätze ablehnen, gekündigt werden dürfen", so Hinrichsen.

E.on will mit seinem Effizienzsteigerungsprogramm "Perform to Win" bis 2011 bis zu 1,5 Milliarden Euro einsparen. Laut Ver.di sollen in der Folge weltweit 9000 Stellen wegfallen, 6000 davon in Europa und geschätzte 4000 in Deutschland. Am Donnerstag hatten über 5000 Mitarbeiter gegen mögliche Stellenstreichungen protestiert.

Die IGBCE hatte die Demonstration abgelehnt. "Wir stehen mit dem Arbeitgeber in konstruktiven Verhandlungen und halten eine Demonstration derzeit daher für nicht sachgerecht", sagte Hinrichsen.

Das "Perform-to-Win"-Programm sieht er zwiespältig: "Vernünftig ist zum Beispiel, die Stromerzeugung konzernweit einheitlich zu führen. Sehr kritisch sehe ich die Planungen, wie unsere Konzern-IT neu aufgestellt werden soll. Bezüglich der Arbeitsplätze in diesem Bereich drohen derzeit unkalkulierbare Entwicklungen. Ich habe Zweifel, ob das Ganze am Ende funktioniert."

hut/dpa-AFX

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