Sparprogramm Gateway feuert trotz Gewinn
New York - Eine gute Nachricht für die Aktionäre, eine miserable für die Mitarbeiter: Der zweitgrößte Hersteller von Personalrechnern gab nach Börsenschluss in Amerika einen Gewinn von 5,1 Millionen Dollar im vierten Quartal bekannt. Im Vorjahreszeitraum hatte Gateway noch 128,2 Millionen Dollar Verlust gemacht. Der Gewinn ist der erste im vierten Quartal seit fünf Jahren.
Weil der Umsatz weiter bröckelt, kommt in der Gateway-Unternehmensleitung kaum Feierlaune auf: Die Gesamteinnahmen fielen von auf 1,14 Milliarden Dollar, nach 2,45 Milliarden Dollar im Jahr zuvor. Deshalb sollten noch einmal bis zu 2300 Mitarbeiter gehen.
Finanzchef Joseph Burke, sagte, Gateway habe sich im zurückliegenden Quartal stärker auf den Verkauf von Geräten der oberen Preisklasse konzentriert, werde jedoch künftig auch den Vertrieb der Billig-Geräte wieder fördern. Der durchschnittliche Preis pro Einheit sei auf 1661 Dollar gestiegen von 1574 Dollar im dritten Quartal.
Voriges Jahr stieg Gateway aus den europäischen und asiatischen Märkten aus, legte mehrere Werke und Geschäftsstellen still und baute das Personal um ein Drittel ab. Jetzt solle die Gesamtbeschäftigtenzahl auf 11.700 fallen, teilte das Unternehmen mit.
Die Börse honorierte Zahlen und Pläne des Unternehmens: Im nachbörslichen Handel stiegen Gateway-Aktien bis zu 49 Cent auf 6,85 Dollar.