Sparprogramm Hewlett-Packard streicht fast 25.000 Stellen
San Francisco - Die Belegschaft soll in den kommenden drei Jahren um insgesamt 7,5 Prozent schrumpfen - das entspricht 24.600 Jobs. Das teilte Hewlett-Packard (HP) am Montag kurz nach Börsenschluss mit. Fast die Hälfte der Jobs sollen in den USA wegfallen.
Die meisten Stellen fallen bei dem IT-Dienstleister EDS weg - vor allem im Personalwesen, im Bereich Finanzen und in der Rechtsabteilung. HP hatte EDS für rund 13 Milliarden Dollar übernommen. Der weltgrößte PC-Hersteller baut dadurch seine Service-Sparte deutlich aus. Auf diesem Feld macht HP Wettbewerbern wie dem IBM-Konzern verschärft Konkurrenz.
Die Einsparungen sollen nach dem Stellenabbau bei etwa 1,8 Milliarden Dollar pro Jahr liegen. Im laufenden vierten Geschäftsquartal wird HP allerdings zunächst wegen der Übernahme von EDS Belastungen von 1,7 Milliarden Dollar verbuchen.
Das Sparprogramm ist das drastischste, das HP-Chef Mark Hurd in seiner Amtszeit aufgelegt hat. Mit einem Jobabbau nach der Übernahme war gerechnet worden - das Ausmaß allerdings überraschte Analysten. Ein Marktbeobachter sagte, der Deal mache Sinn. Aber er frage sich, wie man einem Jobabbau in diesem Umfang durchziehen wolle, und ob diese Einschnitte wirklich die Profitabilität von EDS steigern könnten.
ase/AP