Sparprogramm Nissan sagt Autoshows wegen Wirtschaftskrise ab
Als Gründe nannte der Konzern die "schlechte wirtschaftliche Lage und das Fehlen echter Neuheiten". Dies habe einen Einfluss auf den Marketingeffekt der Automessen, weshalb sich das Unternehmen entschlossen habe, seine Teilnahme abzusagen, teilte der drittgrößte japanische Autohersteller mit. Erst in der vergangenen Woche hatte Nissan auf der Los Angeles Autoshow zahlreiche Neuheiten präsentiert.
Nissan ist nicht der einzige Autobauer, der den Automessen aus Kostengründen fernbleiben will: Auch Mitsubishi , Land Rover, Rolls-Royce und Suzuki Motor haben ihre Teilnahme an der für Januar geplanten North American International Auto Show in Detroit abgesagt.
Um der schwächelnden Konjunktur wieder auf die Beine zu helfen, will die US-Regierung einem Zeitungsbericht zufolge 25 bis 100 Milliarden Dollar in ein Programm zur Stützung von Verbraucherkrediten stecken. Finanzminister Henry Paulson wolle das Vorhaben am Dienstag bekanntgeben, meldete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Die Pläne zielten darauf, die Verfügbarkeit von Auto- und Studentenkrediten sowie Kreditkarten zu verbessern. Dazu solle die US-Zentralbank Federal Reserve Investoren beim Kauf von Wertpapieren zu unterstützen, die mit solchen Krediten hinterlegt seien. Das Finanzministerium will seinen Beitrag zu dem Programm den Angaben zufolge aus seinem 700-Milliarden-Dollar-Paket zur Stützung der Finanzbranche nehmen.
cvk/Reuters/AP