Sparprogramm: O2 drohen massive Stellenstreichungen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Sparprogramm O2 drohen massive Stellenstreichungen

Der harte Konkurrenzkampf um die deutschen Handy-Nutzer hinterlässt seine Spuren. Dem Mobilfunk-Anbieter O2 droht angeblich ein drastisches Sparprogramm - mehr als 20 Prozent der Jobs sind in Gefahr.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Intern werde erwogen, bis zu 1000 Arbeitsplätze und damit mehr als 20 Prozent der Belegschaft zu streichen, berichtete die "Financial Times Deutschland" heute. Zudem verhandle O2 mit dem Netzausrüster Nokia-Siemens über eine Auslagerung des Netzbetriebs.

Bereits im Frühjahr 2006 hatte demnach eine europäische Vergleichsstudie unter 33 Netzbetreibern massive Schwächen in der IT und eine Vielzahl ineffizienter Abläufe bei dem Münchener Unternehmen aufgezeigt. Nun plane der O2-Eigentümer, die spanische Telefonica  , durchzugreifen. Ein Unternehmenssprecher bestätigte dem Blatt gegenüber Handlungsdruck, wollte sich aber zu Maßnahmen nicht äußern.

Die Strategie von O2 geht derzeit nicht mehr so gut auf wie früher. Der Konzern hat sich auf junge, technikverliebte Kunden konzentriert, hat aber nur wenige Firmenkunden. Außerdem konnte O2 früher mit dem Genion-Modell punkten, mit dem Handy-Nutzer das Mobiltelefon auch als Festnetz-Ersatz zu Hause nutzen konnten. Inzwischen bieten aber auch die Branchengrößen Vodafone   und T-Mobile vergleichbare Produkte an. Außerdem kann O2 dem Bericht zufolge kaum noch mit dem etwa von E-Plus angezettelten harten Preiskampf in der Mobilfunkbranche mithalten.

sam/AFP