Sparprogramm: Post drückt Löhne bei Subunternehmern - DER SPIEGEL
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Sparprogramm Post drückt Löhne bei Subunternehmern

Niedriglöhne über Umwege: Die Deutsche Post drückt einem Zeitungsbericht zufolge die Löhne bei Subunternehmern, die in ihrem Auftrag Pakete zustellen. Dabei geht es um Kostenreduktionen von bis zu 20 Prozent.
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Bonn - Nach Informationen der "Welt am Sonntag" hat die Post ihre Partnerfirmen aufgefordert, die Kosten stark zu senken. Die Zustellvergütung müsse um 15 bis 20 Prozent verringert werden, schreibt die Post den Fuhrunternehmern dem Bericht zufolge. Nur so könne die Post wettbewerbsfähig bleiben.

Mit der Gewerkschaft Ver.di hatte die Post zuvor vereinbart, in 880 von rund 7.000 Zustellbezirken Subunternehmer einzusetzen. Nur diese Firmen sind von den Kürzungen betroffen - in anderen Bereichen wird nach wie vor der höhere Haustarif der Post bezahlt.

Die Subunternehmer haben angesichts der niedrigeren Zustellvergütungen nun zwei Möglichkeiten: Entweder kürzen sie den Lohn ihrer Fahrer - oder sie lassen mehr Pakete ausfahren. Allerdings gilt die Branche der Paketfahrer ohnehin schon als Niedriglohnsektor.

Die Post spricht von den Zwängen des Marktes. "Wir haben mit den Firmen gesprochen und ihnen aufgezeigt, wo sie sparen können", sagte ein Post-Sprecher. Lediglich drei Subunternehmer wollten die Einsparungen nicht mitmachen und hätten die Partnerschaft mit der Post aufgekündigt.

wal/Dow Jones