Sparprogramm: VW führt Dauernachtschicht ein - DER SPIEGEL
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Sparprogramm VW führt Dauernachtschicht ein

Auf der Suche nach Einsparmöglichkeiten haben sich der Volkswagen-Konzern und seine Betriebsräte auf ein neues Schichtmodell für die Golf-Produktion in Wolfsburg geeinigt. Auch VW-Zulieferfirmen müssen künftig auf Privilegien verzichten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Wolfsburg - Durch das neue Schichtmodell werde die Beschäftigung von 5300 Mitarbeitern abgesichert, teilte der Gesamtbetriebsrat heute mit. Die Wolfsburger Werksleitung habe zudem zugesagt, 2006 rund 100.000 Fahrzeuge zusätzlich zu bauen und die Auslastung damit zu erhöhen.

Das Arbeitszeitmodell sieht vor, dass von 2006 an in Früh- und Spätschichten sowie mit einer freiwilligen Dauernachtschicht gearbeitet wird. Wie die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Unternehmenskreise schreibt, dürften sich die Einsparungen durch die neuen Arbeitszeiten auf rund 50 Millionen Euro pro Jahr belaufen.

Mit seinen Zulieferern hat VW Einsparungen von mehr als 100 Millionen Euro vereinbart. Bei einer erstmals veranstalteten so genannten Lieferantenklausur seien "Sparpotentiale in einer dreistelligen Millionenhöhe identifiziert und verabschiedet" worden, teilte der Konzern mit. 38 ausgewählte Lieferanten hatten sich dazu mit Experten von VW zusammengesetzt und nach Sparmöglichkeiten gesucht.

Sparkurs nun auch in China

Die kooperierenden Lieferanten sollen in Zukunft verstärkt für neue Projekte berücksichtigt werden. Volkswagen will im Rahmen des Projektes ForMotion bis 2008 insgesamt sieben Milliarden Euro einsparen.

Unterdessen hat VW auch im hart umkämpften chinesischen Markt Einsparungen angekündigt. So sollen die Kosten bis 2008 um 40 Prozent sinken, wie die dortige Tochter mitteilte. Der Marktführer in China musste in jüngster Zeit kräftige Preissenkungen vornehmen, um dem Konkurrenzdruck Stand zu halten. VW hatte in China Modelle an den Start geschickt, die von den Kunden dort nicht im gewünschten Maß angenommen wurden. Jetzt will der Autobauer mehr auf die Wünsche der Kunden eingehen.