Sparzwang: Daimler-Aufsichtsräte kürzen eigene Bezüge - DER SPIEGEL
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Sparzwang Daimler-Aufsichtsräte kürzen eigene Bezüge

Erst mussten die Beschäftigten ran, jetzt verzichten auch die Aufsichtsräte auf einen Teil ihrer Bezüge: Der Autokonzern Daimler weitet sein Sparprogramm auf die Konzernführung aus. Pro Jahr dürfte dies aber nur rund 280.000 Euro bringen.
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Stuttgart - Die dramatische Absatzkrise bei Daimler   bekommen nun auch die Aufsichtsräte zu spüren. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa verzichten sie auf zehn Prozent ihrer Bezüge. Dies habe das Aufsichtsgremium am Mittwoch einstimmig beschlossen, bestätigte ein Daimler-Sprecher. Die Regelung gilt bis zum 30. Juni 2010.

Im vergangenen Jahr bekamen die Aufsichtsräte der Daimler AG insgesamt 2,8 Millionen Euro an Bezügen. Zehn Prozent davon entsprechen also 280.000 Euro. Im Vergleich zu den enormen Problemen des Konzerns ist dies aber nur ein geringer Betrag, wenn auch mit symbolischem Wert.

Am Dienstag hatte der Premiumhersteller ein Sparpaket verkündet, das mehreren zehntausend Beschäftigten in Deutschland herbe Lohneinbußen abverlangt. Damit will Daimler rund zwei Milliarden Euro Personalkosten sparen. Im ersten Quartal hatten die Stuttgarter wegen der Autokrise einen Verlust von 1,3 Milliarden Euro eingefahren.

Von Mai an wird bei etwa 60.000 Beschäftigten die Arbeitszeit um 8,75 Prozent ohne Lohnausgleich verkürzt. Für die Mitarbeiter, die in den deutschen Werken von Mai an in Kurzarbeit sein werden, wird der Zuschuss zum Kurzarbeitergeld gestutzt.

Außerdem wird die ursprünglich für Mai geplante zweite Stufe der Tariferhöhung auf Oktober verschoben. Die Erfolgsbeteiligung von 1900 Euro für die Mitarbeiter der Daimler AG für 2008 wird vorerst nicht ausbezahlt.

Auch Vorstände und leitende Führungskräfte machen von Mai an Abstriche beim Grundgehalt. Beim Vorstand entspreche dies dem Verzicht auf zwei Monatsgehälter, bei den leitenden Führungskräften einem Monatsgehalt, hieß es.

wal/dpa

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