Speichergeschäft: Infineon droht Aktionärsklage - DER SPIEGEL
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Speichergeschäft Infineon droht Aktionärsklage

Dem Chipkonzern Infineon droht wegen der geplanten Zerschlagung des Unternehmens ein Rechtsstreit mit den Aktionären. Denn das Unternehmen will seine Anleger auf der Hauptversammlung nicht über die geplante Neuausrichtung entscheiden lassen.
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München - "Das Vorgehen von Infineon ist bedenklich" sagte Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) der "Süddeutschen Zeitung". Eine so wichtige Entscheidung über die Zukunft des Unternehmens dürften Vorstand und Aufsichtsrat nicht über die Köpfe der Aktionäre hinweg entscheiden. "Die DSW prüft rechtliche Schritte", erklärte Bergdolt. Es sei möglich, dass die DSW sich für eine Klage entscheide, um das Management zum Einlenken zu bewegen.

Infineon verstoße gegen die Interessen seiner Eigentümer, kritisierte auch Willi Bender von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK). Im Auftrag der SdK prüfe ein Rechtsanwalt rechtliche Schritte gegen den Konzern.

Infineon verteidigte die Haltung gegenüber der Zeitung. Vorstand und Aufsichtsrat hätten eine Anwaltskanzlei mit der Prüfung der Frage beauftragt. Sie sei zum Schluss gekommen, dass der Konzern nicht verpflichtet sei, die Abspaltung förmlich von der Hauptversammlung genehmigen zu lassen, erklärte ein Sprecher. "Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht", sagte er dem Blatt. Der Konzern wolle mit seinem Vorgehen verhindern, dass formale Winkelzüge gegen einen Hauptversammlungsbeschluss den Prozess der Ausgliederung aufhalten könnten.