Spekulation: Heineken könnte Krombacher schlucken - DER SPIEGEL
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Spekulation Heineken könnte Krombacher schlucken

Auf dem Biermarkt steht vielleicht die nächste Fusion an: Der niederländische Konzern Heineken ist einem Zeitungsbericht zufolge an Krombacher interessiert. Ein Bündnis wäre für beide Unternehmen ein Ausweg aus der Krise.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Heineken prüft derzeit, wie sich Krombacher in den Konzern integrieren lässt, schreibt die "Financial Times Deutschland". Dem Blatt zufolge wird dabei ein Modell diskutiert, in dem die Krombacher-Inhaber einen Minderheitsanteil an der Holding halten und weiterhin das Geschäft in Deutschland steuern dürfen.

Der "FTD" zufolge würde ein Bündnis beiden Unternehmen nützen, zitierte das Blatt einen Branchen-Insider. Ein Heineken-Sprecher kommentierte die Gerüchte nicht, ein Krombacher-Sprecher wies sie zurück.

Das Bündnis böte nach Informationen der Zeitung beiden Brauereien einen Ausweg aus der Krise: Der weltweit viertgrößte Bierhersteller Heineken ist demnach unter Zugzwang, nachdem Konkurrent Inbev den US-Brauer Anheuser Busch geschluckt hatte. Damit ist der Konzern Weltmarktführer - mit weitem Abstand zu Heineken.

Bislang hat Heineken in Deutschland einen schweren Stand. Der Konzern ist am Paulaner-Produzenten Brau-Holding International beteiligt, sucht aber der "FTD" zufolge nach Brauern, die über größere Marken verfügen.

Die Krombacher-Gruppe besitzt wiederum die größte deutsche Biermarke. Der rückläufige Bierkonsum macht Krombacher in Deutschland allerdings zu schaffen: Der Krombacher-Ausstoß ist nach Angaben des Branchenblatts "Inside" im ersten Halbjahr 2008 um knapp drei Prozent gesunken. Hält der Trend an, würde der Bier-Konzern zum ersten Mal seit 2001 einen Rückgang verzeichnen. 2007 lag der Ausstoß bei 5,61 Millionen Hektolitern.

cvk/Reuters