Spielzeug-Trends Besser Bratz als Barbie
New York - Matell-Konzernchef Robert A. Eckert sprach heute anlässlich der Vorlage der Quartalszahlen von "enttäuschenden Ergebnissen". Vor allem wegen des schwachen Barbie-Geschäftes hat der Hersteller im dritten Quartal 2005 einen deutlichen Gewinnrückgang verbuchen müssen.
Zwar stiegen die Umsätze in den anderen Sparten. Der globale Barbie-Umsatz sank aber um kräftige 18 Prozent. Mattel leidet unter anderem darunter, dass die frecheren Bratz-Puppen des Herstellers MGA Entertainment sich gut verkaufen und den familienbetonten, konservativeren Barbie-Produkten Marktanteile abnehmen.
Der Mattel-Gesamtumsatz stagnierte von Juli bis September bei 1,7 Milliarden Dollar. Der Quartalsgewinn fiel gegenüber der Vorjahreszeit um zwölf Prozent auf 225,3 Millionen Dollar.
Eckert verwies auch auf das schwierige Einzelhandelsumfeld und Kostenerhöhungen. Mattel hatte vor wenigen Tagen eine Zusammenlegung seiner Mattel- und Fisher-Price-Sparten angekündigt. Hiervon verspricht sich Eckert viel. Die Barbie-Sparte solle wieder belebt werden, sagte er.
Starwars-Artikel laufen gut
Dagegen steigerte der US-Konkurrent Hasbro, der zweitgrößte Spielzeuganbieter, seinen Gewinn wegen höherer Umsätze mit Starwars-Spielzeug und Spielen wie Monopoly. Der Umsatz stieg um vier Prozent auf 988,1 Millionen Dollar, der Gewinn auf zog von 88,7 auf 92,1 Millionen Dollar an.
Firmenchef Alfred J. Verrecchia betonte aber, die höheren Benzin- und Heizölkosten könnten auch auf die Spielzeugverkäufe drücken. Man müsse abwarten, welche Auswirkungen dies auf die Ausgaben der Verbraucher haben werde. Das Schlussquartal ist wegen der Weihnachtseinkäufe das mit Abstand wichtigste bei den Spielzeugherstellern und -Einzelhändlern.