Spionage-Affäre: Rücktritte bei Hewlett-Packard - DER SPIEGEL
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Spionage-Affäre Rücktritte bei Hewlett-Packard

Die Affäre um illegale Ermittlungsmethoden beim US-Computerkonzern Hewlett-Packard hat personelle Konsequenzen: Die in die Kritik geratene Verwaltungssratschefin Patricia Dunn gibt ihr Amt auf. Auch Direktoriumsmitglied George Keyworth tritt zurück.
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San Francisco - Dunn gebe ihr Amt zum Januar des nächsten Jahres auf, hieß es heute bei Hewlett-Packard  . Danach werde Dunn durch HP-CEO Mark Hurd ersetzt, wie das Unternehmen mitteilte. Hurd werde den Posten als Verwaltungsratschef neben seiner Geschäftsführungsposition ausüben, hieß es.

HP teilte heute zudem mit, dass auch Direktoriumsmitglied George Keyworth mit sofortiger Wirkung zurücktritt. Keyworth habe eingestanden, Informationen an die Presse weitergeleitet zu haben. Er sei der Informant gewesen für einen Artikel in der Fachzeitschrift "Cnet". Keyworth war bereits im Mai von HP aufgefordert worden, das Gremium zu verlassen - was dieser damals aber ablehnte.

Patricia Dunn hatte Privatdetektive angeheuert, um herauszufinden, wie interne Überlegungen des Verwaltungsrats im Zusammenhang mit dem Abgang der früheren Konzernchefin Carly Fiorina an die Presse gekommen waren. Dabei haben sich die Privatermittler auf illegale Weise Rufnummer-Listen von HP-Verwaltungsratsmitgliedern und Journalisten beschafft, wie der Konzern vor kurzem einräumen musste.

Dunn entschuldigte sich heute für die Vorkommnisse. "Unglücklicherweise beinhalteten die Ermittlungen, die durch Dritte ausgeführt wurden, einige unangemessene Methoden. Diese gingen über das hinaus, wofür wir sie hielten, und ich entschuldige mich dafür, dass sie verwendet wurden", erklärte Dunn heute.

Dunn werde weiter als normales Mitglied des Verwaltungsrats für das Unternehmen tätig sein. Mit der Entscheidung, ihr Chef-Amt aufzugeben, beugt sie sich dem zunehmenden Druck.

Nachdem bekannt geworden war, dass auch Journalisten im Zuge der Affäre ausspioniert wurden, waren auch der Kongress und das FBI in der Angelegenheit aktiv geworden. Hurd erklärte: "Ich werde Maßnahmen ergreifen, um abzusichern, dass unangemessene Ermittlungsmethoden nicht mehr zur Anwendung kommen. Sie haben keinen Platz bei HP."

ase/AP/AFP/Reuters

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