Spionage: Deutsche Post weist Spitzel-Vorwürfe zurück - DER SPIEGEL
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Spionage Deutsche Post weist Spitzel-Vorwürfe zurück

Ein "übereifriger Detektiv" habe ohne Auftrag Mitarbeiter der Regulierungsbehörde observiert, sagt die Deutsche Post. Die Regulierungsbehörde findet den Vorgang ziemlich unerfreulich.
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München - Das Magazin "Focus" hatte berichtet, die Deutsche Post habe die Konkurrenz und die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation gezielt ausspionieren lassen.

Die Ermittlungen durch eine Detektei im März vergangenen Jahres hätten sich gegen einen Betriebsspion gerichtet und keinen politischen Hintergrund gehabt, sagte hingegen ein Post-Sprecher am Montag. Dabei habe "ein übereifriger Detektiv" auch zwei Mitarbeiter der Regulierungsbehörde observiert. Der Post-Vorstand habe davon nichts gewusst, der verantwortliche Leiter der Rechtsabteilung sei inzwischen vom Dienst suspendiert.

Die Detektei habe die Recherchen bei der Behörde von sich aus wieder eingestellt, als klar gewesen sei, dass diese nichts mit dem Geheimnisverrat bei der Post zu tun gehabt habe. Der gesamte Fall sei zudem längst abgeschlossen, sagte der Sprecher. Für den Betriebsspion habe die Angelegenheit strafrechtliche Schritte nach sich gezogen.

"Das ganze Thema ist so unerfreulich, dass ich es nicht näher kommentieren möchte", sagte ein Sprecher der Regulierungsbehörde. Es deute alles darauf hin, dass Kollegen in einer Art und Weise observiert worden seien, wie man es bislang nicht für möglich gehalten habe.