Spitzen-Verdienst: BMW-Chef Panke fühlt sich diffamiert - DER SPIEGEL
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Spitzen-Verdienst BMW-Chef Panke fühlt sich diffamiert

Auch BMW-Chef Helmut Panke übt heftige Kritik an der geplanten, zwangsweisen Offenlegung der Manager-Gehälter in Deutschland. Damit würde nur der Neid geschürt, findet er, und das schade dem Standort Deutschland.
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Berlin - "Letztlich ist die aktuelle Diskussion um die individualisierte Ausweisung der Vorstandsgehälter schädlich für den Standort Deutschland - Unternehmen und Manager werden an den Pranger gestellt", sagte Panke der "Berliner Zeitung". Es gebe vielleicht einige schwarze Schafe, räumte er ein. Es sei aber nicht einzusehen, warum "Tausende von sehr redlichen Vorstandsmitgliedern deutscher Unternehmen diffamiert" werden müssten.

Die Bundesregierung will Vorstandsmitglieder von Aktiengesellschaften per Gesetz verpflichten, ab 2006 ihre Gehälter zu veröffentlichen. Die Eckpunkte eines entsprechenden Gesetzentwurfes hatte Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) am Freitag vorgestellt. Davon betroffen wären nicht nur die 30 im Dax geführten , sondern alle börsennotierten Unternehmen - insgesamt also knapp 1000. Um die Offenlegungspflicht zu umgehen, muss der Vorstand laut dem Gesetzentwurf auf der Hauptversammlung eine Drei-Viertel-Mehrheit organisieren.

Bastionen des Widerstandes

"Für ein gesundes Wirtschaftsklima in Deutschland brauchen wir nicht nur sinnvolle gesetzliche und steuerliche Rahmenbedingungen, sondern auch ein konstruktives gesellschaftspolitisches Klima", sagte Panke dazu weiter. "Die Grundzüge der Vergütung unseres Vorstandes werden unter anderem im Geschäftsbericht erläutert. Hier wird die Gesamtvergütung, aufgeteilt nach festen und erfolgsabhängigen Bestandteilen, veröffentlicht." Das genüge.

BMW   hatte bereits angekündigt, bei der Vorlage der Bilanz nächste Woche die Gehälter des Vorstands nicht einzeln ausweisen. "Wir halten den Gesetzesvorschlag für falsch", hatte ein BMW-Sprecher am Wochenende gesagt. Auch DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp kämpft weiter dagegen, sein Gehalt offen zu legen. Ebenso ablehnend ist die Position des BASF-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Hambrecht.