Sportartikel: Konsumflaute bremst Puma aus - DER SPIEGEL
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Sportartikel Konsumflaute bremst Puma aus

Der Sportartikelhersteller Puma hat das zweite Quartal besser bewältigt als Konkurrent Adidas. Für das Unternehmen ist das dennoch kein Grund zur Euphorie. Puma rechnet damit, in der zweiten Jahreshälfte die Konsumflaute erst richtig zu spüren zu bekommen.
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Herzogenaurach - Es ist die sich abzeichnende Konsumflaute, die bei Puma   für Vorsicht sorgt: Zwar sind die Erlöse im zweiten Quartal stabil geblieben, doch eine genaue Prognose für den Rest der Jahres will der Sportartikelhersteller nicht abgeben. Puma-Chef Jochen Zeitz sagte am Freitag in Herzogenaurach lediglich, die Kaufzurückhaltung der Verbraucher könne sich in der zweiten Jahreshälfte negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken.

Den von Analysten geschätzten Umsatzrückgang für das Gesamtjahr um zwei Prozent bezeichnete Zeitz als Orientierungshilfe. "Wir gehen von einem anhaltend schwierigen Geschäftsklima aus", sagte er. Die Lager seien in den ersten sechs Monaten weitgehend geleert worden, so dass nicht mehr mit vergleichbaren Einnahmen im weiteren Jahresverlauf zu rechnen sei.

Im abgelaufenen Quartal lag der um Währungseffekte bereinigte Umsatz auf Vorjahresniveau bei 600 Millionen Euro. Allerdings fiel der Überschuss um knapp 16 Prozent auf 38,5 Millionen Euro. Zeitz erklärt das unter anderem mit Preisnachlässen und einer zusätzlichen Steuerlast im Zuge des Konzernumbaus. Von Verlusten sei die Tochter des französischen Luxusgüterkonzerns PPR jedoch weit entfernt. "Wir gehen auch für das zweite Halbjahr davon aus, dass wir einen deutlichen Gewinn erwirtschaften werden", sagte der Puma-Chef.

Der Herzogenauracher Nachbar und Rivale Adidas   tat sich in den ersten beiden Quartalen schwerer und erwirtschaftete jeweils nur einen Mini-Gewinn. Für den Rest des Jahres rechnet Adidas, das am Mittwoch seine Zahlen vorgelegt hatte, mit einer besseren Geschäftsentwicklung.

Puma-Chef Zeitz sagte, es gebe Anzeichen für eine Bodenbildung in der Branche, aber noch keinen Grund, von einer Erholung zu sprechen. Für kommendes Jahr zeigte er sich optimistisch, dass die WM in Südafrika zumindest das Geschäft mit Fußballartikeln ankurbeln werde. Das neue Geschäftsfeld Segeln verspreche zudem gute Einnahmen. Mittelfristig sei mit Umsätzen im zweistelligen Millionenbereich zu rechnen, langfristig sogar mit über 100 Millionen Euro.

Wie Adidas hat auch Puma einen Sparkurs eingeschlagen. Das Unternehmen will weniger investieren, die Produktpalette überarbeiten und unrentable Läden schließen. Der Umbau dürfte bis Ende 2010 zum größten Teil abgeschlossen sein und zeige bereits erste ErfolgePuma-Chef, sagte Zeitz. Schon jetzt seien die operativen Aufwendungen und die Marketingausgaben niedriger als im Vorjahr. Weitere Kosten für das Sparprogramm sollten im laufenden Jahr nicht anfallen. Mit dem Programm will der nach Adidas zweitgrößte Sportausrüster Europas "schlanker und effektiver" werden.

tko/Reuters/AP

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