Spott-Song Eichel sucht Rat bei Gottschalk
Hamburg - Über die "Bild"-Zeitung lud Hans Eichel (SPD) Thomas Gottschalk zum Gespräch über seine Kritik ein. In "Wetten, dass...?" aus Berlin hatte der Showmoderator zusammen mit Krüger und dem Publikum ein Spottlied zum Besten gegeben und kritisiert: "Das Gefühl, die da oben verarschen uns nur, ist an der Basis angekommen."
Eichel sagte dem Blatt: "Ich würde mich gerne mit Thomas Gottschalk über seine Politikerschelte unterhalten. Wenn er uns sagt 'Stopp, so geht es nicht weiter', wie soll es dann nach seiner Meinung gehen?" Auch Gottschalks Forderung nach einem Umdenken sei reichlich Stoff für eine spannende Diskussion, meinte der SPD-Politiker. Gottschalk hatte eine "Beschwerde-Mentalität" in Deutschland beklagt. "In Amerika herrscht dagegen eine Anpack-Mentalität. Dort sagen die Leute: 'Jetzt bin ich arbeitslos, wo kann ich neues Geld verdienen?'" Der 54-Jährige nahm Eichels Einladung an: "Ich komme gerne, aber ich bin bestimmt ein noch schlechterer Rechner als Eichel und kann ihm definitiv nicht aus seinem Schlamassel helfen."
Finanzminister Eichel sagte über Mike Krügers Lied zur Melodie des Hits "Aisha" von Khaled: "So richtig nett sind manche Strophen wirklich nicht. Aber Schwamm drüber - schließlich heißt es an einer Stelle ja auch: Du bist unser Held." Er schlug Krüger vor, den Erlös aus dem Verkauf des Eichel-Songs für einen gemeinnützigen Zweck zu spenden. "Schließlich ist nicht nur der Finanzminister klamm, sondern auch viele Stiftungen und Vereine, die Gutes tun."