Springer und Telekom Deal im Trainingslager
Hamburg - Mit der Finanzspritze übernahm die Telekom anteilig bisherige Entwicklungskosten von rund 70 Millionen Mark, weitere Gelder sind für den geplanten Ausbau zum Entertainment-Portal fällig. Mit speziellen Online-Foren, aber auch Quiz-Sendungen sollen die "Bild"-Leser von August an zu T-Online gelockt werden. Die Telekom-Tochter hat in Deutschland zwar rund sechs Millionen Kunden, viele verweilen aber nur kurz, weil attraktive Inhalte fehlen.
Weitere Online-Projekte mit "Bild"-Ablegern sollen nun folgen obenan auf der Liste steht "Computer Bild Spiele". Mit Online-Wetten will bild.de-Chef Udo Röbel der in den Vorstand der neuen Telekom-Springer-AG einzieht schon bald viel Geld einnehmen. "Wir wollen zur Park Avenue im Internet werden", sagt Jürgen Kindervater, oberster Inhalte-Manager der Telekom, der auf Vermittlung von Promi-Anwalt Matthias Prinz den Kontakt zu Springer knüpfte. Den Deal vereinbarten Telekom-Chef Ron Sommer und Springer-Vorstand Mathias Döpfner im Februar beim Trainingslager der Profiradler von Team Telekom.