Springer und Telekom: Deal im Trainingslager - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Springer und Telekom Deal im Trainingslager

Ihre neue Allianz mit dem Axel Springer Verlag lässt sich die Telekom einiges kosten. Für einen Anteil von 37 Prozent an einer gemeinsamen Firma mit bild.de, dem Online-Ableger des Springer-Blatts "Bild", zahlte der Konzern rund 80 Millionen Mark in bar; hinzu kommen Sachleistungen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Mit der Finanzspritze übernahm die Telekom anteilig bisherige Entwicklungskosten von rund 70 Millionen Mark, weitere Gelder sind für den geplanten Ausbau zum Entertainment-Portal fällig. Mit speziellen Online-Foren, aber auch Quiz-Sendungen sollen die "Bild"-Leser von August an zu T-Online gelockt werden. Die Telekom-Tochter hat in Deutschland zwar rund sechs Millionen Kunden, viele verweilen aber nur kurz, weil attraktive Inhalte fehlen.

Weitere Online-Projekte mit "Bild"-Ablegern sollen nun folgen ­ obenan auf der Liste steht "Computer Bild Spiele". Mit Online-Wetten will bild.de-Chef Udo Röbel ­ der in den Vorstand der neuen Telekom-Springer-AG einzieht ­ schon bald viel Geld einnehmen. "Wir wollen zur Park Avenue im Internet werden", sagt Jürgen Kindervater, oberster Inhalte-Manager der Telekom, der auf Vermittlung von Promi-Anwalt Matthias Prinz den Kontakt zu Springer knüpfte. Den Deal vereinbarten Telekom-Chef Ron Sommer und Springer-Vorstand Mathias Döpfner im Februar ­ beim Trainingslager der Profiradler von Team Telekom.