Spritpreise: Benzin wird billiger - DER SPIEGEL
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Spritpreise Benzin wird billiger

Entspannung ausgerechnet in der Ferienzeit: Die Spritpreise an deutschen Tankstellen sind im August merklich gesunken. Grund sind die nachlassenden Notierungen am Rotterdamer Markt.
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Hamburg - Die Spritpreise sinken deutlich: Ein Liter Super kostete an den Zapfsäulen im August im Schnitt 1,47 Euro pro Liter, rund sechs Cent weniger als im Juli. Das teilte der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) mit. Für Diesel mussten die Autofahrer 1,39 Euro pro Liter und damit gut zehn Cent weniger bezahlen. Der Ende Juli begonnene Preisrückgang setzte sich im August fort.

Als Grund nannte der WMV die Einkaufskosten für Kraftstoffe am Rotterdamer Markt, die im August zurückgingen. Die Notierungen für Super lagen bei durchschnittlich 49,1 Cent pro Liter und damit um 3,5 Cent unter denen des Vormonats. Für Diesel mussten mit 58,4 Cent pro Liter fast acht Cent weniger gezahlt werden als im Vormonat.

Verglichen mit dem Stand vor einem Jahr sind die Benzinpreise aber immer noch sehr hoch. Im August 2007 kostete Benzin knapp 1,35 Euro und Diesel weniger als 1,16 Euro je Liter. Gegenüber dem Höchststand von 1,60 Euro am 4. Juli dieses Jahres ist der Benzinpreis jedoch relativ stark zurückgegangen.

Der Ölpreis hatte nach monatelangem Höhenflug Mitte Juli seinen Rekordwert von mehr als 147 Dollar erreicht. Seither hat er sich aufgrund von gesunkener Nachfrage und einem Erstarken des Dollars entspannt. Am Montag kostete ein Barrel (159 Liter) Rohöl im elektronischen Handel etwas über 112 Dollar.

Der Rückgang des Ölpreises setzte sich trotz des auf die US-Golfküste mit ihren vielen Ölförderanlagen zurasenden Hurrikans "Gustav" am Montag fort. "'Gustav' wird nicht stärker, das drückt den Preis", erklärte ein Analyst in London. Vor "Gustav" sind zwei Millionen Menschen ins Landesinnere geflohen. New Orleans wurde evakuiert. Neun Raffinerien wurden geschlossen und fast die gesamte Ölförderung im Golf von Mexiko eingestellt.

ssu/AFP/AP/dpa