Staatsanleihen: US-Börsenaufsicht ermittelt gegen UBS - DER SPIEGEL
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Staatsanleihen US-Börsenaufsicht ermittelt gegen UBS

Die amerikanische Börsenaufsicht SEC untersucht einem Zeitungsbericht zufolge Preismanipulationen im Handel mit amerikanischen Staatsanleihen. In diesem Zusammenhang steht auch die Schweizer Großbank UBS im Fadenkreuz der Ermittler.
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Zürich/New York - Die Untersuchung betreffe den Handel im Februar 2006, schreibt das "Wall Street Journal Europe" unter Berufung auf gut unterrichtete Kreise. Die Bank kooperiert laut einem Sprecher mit den Untersuchungsbehörden. Ein Bondhändler der ebenfalls betroffenen UBS-Konkurrentin Credit Suisse hat dem Bericht zufolge bereits Ende September im Zusammenhang mit den Untersuchungen das Unternehmen verlassen. Die Credit Suisse machte jedoch keine näheren Angaben. Laut "WSJE" ist unklar, ob der Händler zugunsten der Bank oder einem ihrer Kunden gehandelt hat.

Das US-Finanzministerium ist nach Angaben der Zeitung im Hinblick auf den Handel im riesigen Markt für seine Wertpapiere besonders wachsam. Der vier Billionen US-Dollar schwere Staatsanleihe-Markt gilt laut der Zeitung als einer der effizientesten weltweit. Der Verkauf der Wertpapapiere trägt dazu bei, das US-Haushaltsdefizit zu finanzieren, und dient der US-Notenbank als Hebel für ihre Geldpolitik. Entsprechend groß ist die Sorge, dass mögliche Unregelmäßigkeiten Investoren vertreiben könnten.

Im vergangenen Monat habe sich James Clouse, ein Staatssekretär für Bundesfinanzen im US-Finanzministerium, besorgt über den Handel mit Anleihen und Schuldscheinen im Terminmarkt und in anderen Marktbereichen geäußert. Die SEC und die für den für die Überwachung des Terminhandels zuständige Aufsichtsbehörde CFTC (Commodity Futures Trading Commission) sei nach Angaben Clouses eingeschaltet worden. Am 6. November wollten sich Vertreter der Federal Reserve Bank of New York mit 22 großen Anleihehändlern treffen.

Auf die Zinsen, die weiterhin relativ tief bleiben, hatten die Ereignisse allerdings noch keinen Einfluss. Händler sagten, das Phänomen, das sich hier als Manipulation darstelle, sei oft als Teil des normalen Handels zu beobachten.

mik/dpa-AFX