Städteranking: Der Osten holt auf - DER SPIEGEL
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Städteranking Der Osten holt auf

Eine aktuelle Studie zeigt, welche Städte die besten Chancen auf Wachstum haben. An der Spitze liegen die üblichen Verdächtigen aus dem Westen der Republik. Die Aufsteiger aber kommen aus den fünf neuen Bundesländern.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Köln - München hat die besten Wirtschaftsperspektiven in Deutschland. Stuttgart, Düsseldorf und Hamburg folgen auf den nächsten Plätzen, berichtet das Wirtschaftsmagazin "Capital" unter Berufung auf eine Studie des Bad Homburger Wirtschaftsforschungsinstituts Feri. Die Ökonomen haben untersucht, wie sich in den 60 wichtigsten deutschen Städten Wachstum, Beschäftigung, Bevölkerungszahl und Kaufkraft zwischen 2002 und 2011 entwickeln werden.

Tabelle: Die Wirtschaftskraft der deutschen Städte

Die vier Top-Aufsteiger gegenüber dem gleichen Test vor zwei Jahren kommen alle aus Ostdeutschland. Das Rennen unter den Metropolen in den neuen Ländern macht Dresden, das sich von Platz 34 auf Platz 14 verbesserte. Am meisten Boden gut macht Leipzig mit Rang 19, nachdem die Stadt 2003 noch Platz 43 belegte. Jena steigt von Platz 41 auf Rang 21 und Potsdam von Platz 45 auf Rang 30 auf. Allerdings werden auch die letzten fünf Plätze im Ranking von Ost-Städten besetzt - und zwar von Magdeburg, Rostock, Chemnitz, Halle/Saale und Schwerin.

Deutlich abgerutscht ist die Region Rhein-Ruhr. Bochum fällt um neun Plätze auf Rang 38 zurück, während Krefeld 15 Plätze verliert und nun auf Rang 48 rangiert. Den stärksten Absturz verzeichnete Essen, das sich von Platz 21 auf 34 verschlechterte.

Nach wie vor bleiben die Städte demnach die Hoffnungsträger im Kampf gegen die Wirtschaftsflaute. Das Wachstum wird dort der Studie zufolge im Zeitraum bis 2011 im Schnitt bei 18,9 Prozent liegen gegenüber nur 14,3 Prozent im übrigen Bundesgebiet. Aber auch unter den Kommunen nehme die Spaltung in Deutschland zu, heißt es in der Studie. So werde die Wirtschaftsleistung in München bis 2011 um 25 Prozent zunehmen, während sie bei Schlusslicht Schwerin nur um sieben Prozent wachsen wird.

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