Stahlindustrie: 10.000 Arbeiter im Warnstreik - DER SPIEGEL
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Stahlindustrie 10.000 Arbeiter im Warnstreik

Sie verlangen acht Prozent mehr Lohn - und sind bereit, dafür zu kämpfen: 10.000 Stahlwerker haben heute die Arbeit niedergelegt. Die IG Metall fordert eine "faire Teilhabe an einem beispiellosen Boom".
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Düsseldorf - "Wann, wenn nicht jetzt, ist die Zeit, für mehr Geld in den Taschen der Beschäftigten zu sorgen!" Diese Worte ruft Oliver Burkhard, der nordrhein-westfälische IG-Metall-Bezirksleiter, den streikenden Stahlarbeitern zu. "Wir verlangen faire Teilhabe an einem beispiellosen Boom!"

In dem Tarifkampf geht es um die Löhne und Gehälter von insgesamt 85.000 Stahlarbeitern in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen. Die Gewerkschaft fordert acht Prozent mehr Lohn - und dafür sind die Beschäftigten bereit zu kämpfen. Die heutigen Warnstreiks seien nur eine "zarte Andeutung" dessen, was die IG Metall in den kommenden Wochen bewegen könne, sagte Burkhard.

Beim Warnstreik legten heute rund 10.000 Beschäftigte die Arbeit nieder. Allein in Duisburg nahmen nach Angaben der IG Metall mehr als 3000 Mitarbeiter an Kundgebungen teil. Weitere Proteste gab es in Bremen, Düsseldorf, Krefeld und Georgsmarienhütte. Die Stahlproduktion in den Betrieben wurde für mehrere Stunden komplett unterbrochen.

Mit den Warnstreiks will die IG Metall nach zwei ergebnislosen Verhandlungsrunden den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die Tarifverhandlungen sollen am kommenden Dienstag in Gelsenkirchen fortgesetzt werden. Neben der Einkommenserhöhung will die IG Metall auch eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro sowie verkürzte Arbeitszeiten für Ältere durchsetzen. Die Arbeitgeber legten bislang kein Angebot vor.

wal/AP/AFP