Starke Devise: Euro wieder in Bestform - DER SPIEGEL
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Starke Devise Euro wieder in Bestform

Eine Zeit lang hat der Euro eine Verschnaufpause eingelegt, jetzt steigt und steigt sein Kurs wieder. Am frühen Mittwoch hat er erstmals die Marke von 1,29 genommen.
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Frankfurt am Main - Die europäische Gemeinschaftswährung kletterte im frühen Frankfurter Handel bis auf 1,2911 Dollar und markiert damit ein neues Rekordhoch. Den letzten Rekordstand hatte der Euro mit 1,2897 Dollar am 12. Januar erreicht. Danach war der Euro-Kurs zeitweise zurückgegangen.

In Tokio erreichte der Euro gegen 7.44 deutscher Zeit sogar den Wert von 1,2930 Dollar. Am Dienstag war der Euro in New York noch mit 1,2845 Dollar aus dem Handel gegangen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Dienstag einen Referenzkurs von 1,2858 US-Dollar festgestellt, nach 1,2741 US-Dollar am Montag.

Wucher mit dem Pfund

Bereits in den vergangenen Tagen hatte der Euro mehrmals vor einem Sprung über die Marke von 1,29 Dollar gestanden. Nach Einschätzung von Händlern und Experten ist der Weg zur psychologisch wichtigen Marke von 1,30 Dollar frei. Auch zu anderen wichtigen Währungen konnte der Euro im frühen Handel zulegen. Gegenüber dem Yen stieg er auf 136,13 Yen und rückt damit dem im Mai 2003 erreichten Rekordhoch von 140,97 Yen nahe.

Die HelabaTrust führte den Anstieg auf das neue Rekordhoch auf Aussagen des EZB-Ratsmitglieds Guy Quaden zurück. Der belgische Währungshüter habe mit seinen Aussagen, dass es beim Wechselkurs keinen Grenzwert gebe, bei dem der Schmerz unerträglich werde, "Öl ins Feuer gegossen". Die Experten der Landesbank rechnen am Mittwoch mit Eurokursen zwischen 1,2850 und 1,2959 Dollar.

Auch gegenüber dem britischen Pfund hat der Dollar an Wert verloren. Die britische Währung stieg auf ein 11-Jahres-Hoch und profitiere weiter von den hohen Renditen, so ein Händler. Das Niveau von 2,00 Dollar könnte in den nächsten Wochen erreicht werden.