Statistik: Zahl der Azubi-Stellen schrumpft dramatisch - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Statistik Zahl der Azubi-Stellen schrumpft dramatisch

Schulabgänger stoßen bei der Suche nach Ausbildungsplätzen auf wachsende Probleme. Die Zahl der Azubi-Stellen ist in einigen Krisenbranchen um über zehn Prozent gesunken.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin - Aus der aktuellen Ausbildungsplatz-Statisitik des Deutschen Industrie und Handelskammertages (DIHK) geht der "Welt" zufolge hervor, dass im Jahr 2002 311.308 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen wurden - das waren 7,4 Prozent weniger als 2001. Ursache für den Rückgang sei die Konjunkturschwäche.

Im Jahr 2003 wird sich der Abwärtstrend womöglich noch fortsetzen. Davon jedenfalls geht DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun aus.

Am deutlichsten sei der Abwärtstrend im Baugewerbe mit einem Minus von 17,8 Prozent, auch im Handel (minus 10,4 Prozent) gab es bedeutend weniger Azubi-Jobs, schreibt die Zeitung. In der Industrie sei die Stellenzahl dagegen um 5,7 Prozent gesunken, im Dienstleistungsgewerbe ohne Handel um 5,4 Prozent.

Am stärksten sei der Norden Deutschlands betroffen gewesen, gefolgt vom Süden und vom Westen. Im Osten sei die Lehrstellen-Tendenz auf niedrigem Niveau noch relativ stabil - hier habe der Rückgang nur 5,3 Prozent betragen.