Steak-Stopp: Argentinien exportiert kein Fleisch mehr - DER SPIEGEL
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Steak-Stopp Argentinien exportiert kein Fleisch mehr

Weil die Preise seit Jahresbeginn explodiert sind, können sich die Menschen in Argentinien kein Fleisch mehr leisten. Die Regierung hat jetzt reagiert und kurzerhand den Export für 180 Tage eingestellt.
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Buenos Aires - "Wir sind an keinen Exporten interessiert, die auf Kosten des Hungers der Argentinier gehen", sagte der argentinische Präsident Néstor Kirchner gestern bei einer Kundgebung in Buenos Aires. Die Ausfuhren des fünftgrößten Fleischproduzenten der Welt würden für 180 Tage eingestellt, teilte Wirtschaftsministerin Felisa Miceli anschließend bei einer Pressekonferenz mit. Zugleich erhöhte die Regierung die Exportsteuern von 5 auf 15 Prozent.

Hintergrund des Exportstopps ist eine rapide Fleisch-Verteuerung. Die Preise in Argentinien kletterten seit Jahresbeginn um mehr als 27 Prozent, weil die Nachfrage aus dem Ausland bei unveränderter Produktion stark angezogen hatte. Kirchner hat zudem mit einer hohen Inflationsrate von mehr als zwölf Prozent im vergangenen Jahr zu kämpfen, die seine hohe Popularität unterhöhlen könnte.

Steak-Fans können dennoch hoffen. Ausgenommen vom Exportverbot seien die qualitativ sehr hochwertigen Ausfuhren in die Europäische Union und Lieferungen, für die bereits bindende vertragliche Verpflichtungen eingegangen worden seien, sagte Wirtschaftsministerin Miceli.

Die EU importierte im Januar 2867 Tonnen Fleisch für 19,4 Millionen Euro aus Argentinien. Wichtigster Abnehmer war Deutschland mit 1878 Tonnen.

suc/dpa