Steigende Lebenshaltungskosten Ballermann-Trip wird teurer
Berlin - Im Vergleich zum April stiegen die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Berechnungen auf Basis der Daten aus sechs Bundesländern mitteilte. Die Jahresinflation stieg damit auf 1,7 von 1,6 Prozent. Pauschalreisen kosteten 13,5 Prozent mehr als im April und 7,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Daten aus den einzelnen Bundesländern hatten gezeigt, dass auch die Preise für frische Lebensmittel innerhalb eines Monats gestiegen waren.
Analysten hatten vor den Länderdaten nur mit einem Anstieg der Verbraucherpreise zum Vormonat um 0,1 Prozent und einer Jahresrate von 1,5 Prozent gerechnet; die meisten hatten die kräftige Verteuerung von Urlaubsreisen nicht erwartet.
Heizöl kostete im Mai in den Bundesländern gut vier Prozent weniger als im April, war damit aber immer noch rund 20 Prozent teurer als vor einem Jahr. Trotz des Ölpreisrückgangs konnten Autofahrer an den meisten Tankstellen jedoch kein Geld sparen. Kleidung und Schuhe wurden dagegen vielerorts etwas billiger.
Wegen der lahmen Wirtschaft sehen Experten trotz des Preisanstiegs weiter nicht die Gefahr einer steigenden Inflation in Deutschland. Die geringe Nachfrage der Verbraucher mache es den Firmen sehr schwer, für ihre Produkte höhere Preise zu verlangen.