Stellenabbau: AOL streicht jeden fünften Arbeitsplatz - DER SPIEGEL
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Stellenabbau AOL streicht jeden fünften Arbeitsplatz

AOL-Angestellte müssen wieder um ihre Jobs fürchten: In den kommenden beiden Monaten will der US-Online-Dienst weltweit 2000 Stellen streichen - und damit Investitionen im Bereich Internet-Werbung finanzieren. Schon morgen soll der Arbeitsplatzabbau beginnen.
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New York - Der Jobabbau bei AOL geht weiter: Die Time-Warner-Tochter wolle weltweit jeden fünfte der 10.000 verbliebenen Jobs streichen, heißt es in einer heute bekannt gewordenen E-Mail der Konzernleitung an die Beschäftigten.

Begründet wurden die Streichungen mit dem "radikalen Umbau des Wirtschaftsmodells" von AOL, das sich künftig vor allem auf Internet-Werbung konzentrieren wolle. Etwa 1200 der Stellen sollten in den USA wegfallen, die restlichen 800 im Ausland. Der Umstrukturierung sind bereits Tausende Arbeitsplätze zum Opfer gefallen - im vorigen Jahr arbeiteten noch knapp 20.000 Menschen bei AOL.

Nachdem sich die zahlenden Kunden jedoch in Scharen abgewandt hatten, begann der Internetanbieter im vergangenen Jahr, sein Geschäftsmodell umzukrempeln. Der Zugang zur AOL-Seite und zum E-Mail-Service wurde auch für nicht zahlende Kunden geöffnet. Time Warner   verkaufte das AOL-Geschäft mit Internetzugängen in Deutschland und anderen Staaten.

"Der letzte Schritt ist es nun, dass wir unsere Kosten überprüfen", schrieb AOL-Chef Randy Falco an die Mitarbeiter. Die Stellen sollten in den Bereichen Internetzugang und Programmierung abgebaut werden, um "Investitionen in Wachstumssparten möglich zu machen".

Dem Dokument zufolge sollen auch einige nicht genannte hochrangige Manager ihren Hut nehmen. Der Stellenabbau beginne bereits am Dienstag.

Mit der neuen Strategie will sich AOL im harten Konkurrenzkampf gegen die anderen Internet-Riesen Yahoo und Google behaupten. Der Markt für Internetwerbung weist hohe Wachstumsraten auf - Experten schätzen für 2007 ein weltweites Plus von 20 Prozent.

tno/AFP/Reuters/dpa