Stellenabbau IBM streicht 13.000 Jobs
New York - In Europa sollen Management-Stellen eingespart und kleinere Betriebsgesellschaften geschaffen werden, hieß es am Firmensitz in Armonk (New York). Mit örtlichen Unternehmensvertretern seien Verhandlungen aufgenommen worden.
Ende April hatten sich aus Protest gegen einen möglichen Stellenabbau bei IBM in Deutschland mehrere hundert Mitarbeiter des Konzerns vor der deutschen IBM-Hauptverwaltung in Stuttgart-Vaihingen versammelt. Die Gewerkschaften IG-Metall und Ver.di hatten zu den Protesten aufgerufen. Die IG Metall geht davon aus, dass in Deutschland bis zu 2.500 Arbeitsplätze gefährdet sein könnten.
IBM-Finanzvorstand Mark Loughridge für Europa hatte Anfang April eine "beträchtliche Restrukturierung" angekündigt. Nachdem der deutsche Markt im vergangenen Jahr für IBM einer der schwächsten Märkte gewesen war, ging die Angst um, dass insbesondere Deutschland betroffen sein könnte, und dass in Europa insgesamt um 7.000 bis 8.000 Stellen bedroht sein könnten.
Weltweit beschäftigt IBM rund 320.000 Mitarbeiter, davon etwa 25.000 in Deutschland. Bereits im März ließ das Unternehmen verlauten, dass es zwei Betriebsstätten der Tochtergesellschaft IBM Business Services in Hannover und Schweinfurt schließen werde. Davon sind 580 Mitarbeiter betroffen.