Stellenabbau JP Morgan will 3000 Jobs streichen
New York - Im Investmentbanking will die US-Bank JP Morgan Chase angeblich rund 3000 Arbeitsplätze abbauen, verlautete es aus Kreisen. Das würde rund zehn Prozent der Belegschaft in dem Bereich betreffen. Erste Mitarbeiter hätten bereits die Kündigung erhalten. Insgesamt beschäftigt die Bank rund 228.500 Mitarbeiter. Das Institut äußerte sich nicht zu dem Bericht. Die JP-Morgan-Aktie brach im Handelsverlauf um knapp elf Prozent ein.
J.P. Morgan Chase zählt zu den größten US-Banken und kam bisher vergleichsweise gut durch die Finanzkrise. Trotz Gewinneinbrüchen schrieb das Finanzhaus durchweg schwarze Zahlen.
Wettbewerber Goldman Sachs will ebenfalls zehn Prozent der Belegschaft streichen. Zudem hatte die Citigroup am Montag den Abbau von 52.000 Arbeitsplätzen angekündigt. Das ist die zweitgrößte Stellenstreichung, die je ein US-Unternehmen vorgenommen hat, und der schärfste Einschnitt in der Branche seit Ausbruch der weltweiten Krise im vergangenen Jahr.
Das Investmentbanking steht mit seinen spekulativen und oft hochriskanten Finanzgeschäften im Mittelpunkt der aktuellen Krise. Weltweit kündigten Banken wegen der Turbulenzen Schätzungen zufolge bisher den Abbau von mehr als 200.000 Stellen an.
cvk/Reuters/dpa