Stellenabbau: Ver.di und Telekom einigen sich - DER SPIEGEL
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Stellenabbau Ver.di und Telekom einigen sich

Nach wochenlangem Ringen haben die Deutsche Telekom und die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di sich heute über das Vorgehen beim geplanten Stellenabbau geeinigt. In den nächsten Jahren will der Konzern 32.000 Jobs streichen.
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Berlin - Seit gestern Abend saßen die Ver.di- und Telekom-Vertreter zusammen, es war schon die dritte Verhandlungsrunde. Heute kam dann die Einigung. Beide Seiten hätten nun bis morgen Nachmittag Zeit, über die Annahme der Einigung zu entscheiden, sagten Sprecher des Bonner Unternehmens. Ver.di hatte die Verhandlungen zuvor als kritisch und schwierig bezeichnet.

Ursprünglich wollte der Telekom-Konzern sich bis Ende 2008 von 32.000 Mitarbeitern in Deutschland trennen, das ist fast ein Fünftel der Belegschaft. Dem Vorstand zufolge ist die Radikalsanierung nötig, um den Konzern für die veränderten Wettbewerbsbedingungen fit zu machen.

Ver.di hatte jedoch bessere Abfindungs- und Vorruhestandsregelungen für die Betroffenen sowie eine Verlängerung des vereinbarten Kündigungsschutzes in der Festnetzsparte T-Com über 2008 verlangt. Einen Streik hatte die Gewerkschaft nicht ausgeschlossen, für den Fall, dass die Gespräche zu keinem Ergebnis führen sollten. Wie hoch der Stellenabbau nun ausfallen wird und in welchem Zeitrahmen er erfolgen soll, ließen Ver.di und die Telekom heute noch offen.

Auch 51 Call-Center auf der Streichliste

Klar ist allerdings: Betroffen von den Einschnitten wird vor allem die Festnetzsparte T-Com sein, die wegen der Konkurrenz durch neue Wettbewerber und der zunehmenden Handy-Nutzung deutliche Umsatzrückgänge verzeichnet. Mit den Stellenabbau einher geht die Einstellung von 6000 neuen Mitarbeitern. Diese sollen sich um Service und den Aufbau des geplanten Glasfasernetzes kümmern. Die Kosten für den Personalabbau bezifferte der Konzern auf 3,3 Milliarden Euro. Ab dem Jahr 2009 sollen dadurch die jährlichen Kosten um 1,7 Milliarden Euro sinken.

Ver.di hatte vor den Verhandlungen den Stellenabbau wegen der erwarteten Milliardengewinne des Konzerns massiv kritisiert. Das Bonner Unternehmen wies hingegen auf den technologischen Wandel hin, der viele Arbeitsplätze überflüssig mache. Neben dem Stellenabbau will das Unternehmen die Zahl der Callcenter auf 51 halbieren. Die Telekom-Mitarbeiter hatten wiederholt bundesweit dagegen demonstriert.

ase/ddp/dpa