Stellenstreichung: 26.000 Arbeitsplätze fallen weg - DER SPIEGEL
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Stellenstreichung 26.000 Arbeitsplätze fallen weg

Jetzt ist es bestätigt: 20 Prozent der Stellen werden bei Chrysler gestrichen. Außerdem sollen sechs Werke stillgelegt werden.
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Detroit - Die angeschlagene US-Sparte Chrysler der DaimlerChrysler AG hat die Streichung von rund 26.000 Stellen oder 20 Prozent der Belegschaft bestätigt.Die Chrysler-Führung geht einer Ad-hoc-Meldung zufolge davon aus, dass noch 2001 rund 75 Prozent des geplanten Stellenabbaus vollzogen sein werden.

Betroffen seien 19.000 Arbeiter und 6.800 Angestellte. Der Stellenabbau solle durch Vorruhestand, Sondervereinbarungen, normale Fluktuation und Entlassungen vollzogen werden. Den vollständigen Restrukturierungsplan mit seinen finanziellen Wirkungen will DaimlerChrysler am 26. Februar 2001 auf ihrer Bilanzpressekonferenz vorstellen.

Zudem kündigte DaimlerChrysler an, über zwei Jahre hinweg sechs Produktionsstätten - darunter auch Komponentenwerke - zu schließen, in fünf Werken eine Schicht zu streichen und in zwei die Produktionsgeschwindigkeit zu reduzieren. Betroffen von Stilllegungen sind vor allem Werke in Mexiko und Südamerika. Unter dem Strich soll die Kapazität um 15 Prozent reduziert werden. Bislang verfügte Chrysler über etwa 45 Werke in Nord- und Südamerika.

DaimlerChrysler betonte, dass alle Maßnahmen im Einklang mit bestehenden Tarifverträgen getroffen würden. Hierfür habe man mit den Gewerkschaften UAW (USA) und CAW (Kanada) Lösungen gefunden. Der bis 2003 laufende Tarifvertrag für Chrysler mit der UAW sieht vor, dass Beschäftigte bei Werksschließungen und Entlassungen einschließlich der staatlichen Arbeitslosenhilfe 95 Prozent ihrer Bezüge weiterbezahlt bekommen.

Chrysler hatte für das dritte Quartal 2000 einen Verlust von 512 Millionen Dollar ausgewiesen. DaimlerChrysler erwartet für das vierte Quartal 2000 für die US-Sparte einen Verlust von 1,2 Milliarden Dollar. Die "Stuttgarter Zeitung", Samstagausgabe hatte zudem berichtet, dass die Verluste im vierten Quartal voraussichtlich höher als erwartet ausfallen werden.

Mit indirektem Verweis auf den Vorstandsvorsitzenden von Daimler Chrysler, Jürgen Schrempp, beziffert das Blatt die Verluste von Chrysler auf 1,3 Milliarden Dollar. Der Stuttgarter Konzern hat sich bislang nicht dazu geäußert. In einem Aktionärsbrief war als voraussichtlicher Verlust 1,2 Milliarden bis 1,25 Milliarden Dollar genannt worden.

Wie Schrempp der Stuttgarter Zeitung in einem Interview weiter sagte, rechnet er für Chrysler für 2000 mit einem Gesamtjahresgewinn von 500 Millionen Euro und mit Verlusten für 2001. Die Restrukturierung werde zwei bis vier Jahre dauern.

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