Steueraffäre: Zumwinkel verlässt Lufthansa-Aufsichtsrat - DER SPIEGEL
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Steueraffäre Zumwinkel verlässt Lufthansa-Aufsichtsrat

Postbank, Deutsche Telekom - und jetzt die Lufthansa: Klaus Zumwinkel zieht die Konsequenzen aus der Steueraffäre und stellt seine Aufsichtsratsmandate zur Verfügung. Seinen Rücktritt als Post-Vorstandschef wird der Aufsichtsrat heute aller Voraussicht nach annehmen.
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Bonn - Rückzug der "gelben Eminenz": Klaus Zumwinkel wird nach Angaben aus Branchenkreisen auch aus dem Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa   ausscheiden. "Es ist davon auszugehen, dass Zumwinkel im April bei der turnusgemäßen Wahl der Aufsichtsratsmitglieder nicht wieder zur Verfügung steht", sagte eine mit dem Thema vertraute Person. Nach dem Vorwurf der Steuerhinterziehung hatte Zumwinkel bereits seinen Rücktritt als Post-Vorstandschef angekündigt und auch seine Aufsichtsratsmandate bei der Postbank   und der Deutschen Telekom   zur Verfügung gestellt.

Ein Lufthansa-Sprecher sagte auf Anfrage, dem Unternehmen sei von einem Rücktritt Zumwinkels als Lufthansa-Aufsichtsrat noch nichts bekannt.

Heute am Abend wird der Post-Aufsichtsrat über Zumwinkels Rücktrittsgesuch als Vorstandschef beraten. Es gilt als sicher, dass das Gremium Zumwinkels Angebot vor dem Hintergrund der Steueraffäre annimmt. Offen sei hingegen, ob bereits bei dieser Sitzung ein Nachfolger benannt werde oder ob eine endgültige Entscheidung auf die nächste formelle Aufsichtsratssitzung am 4. März verschoben wird. Favorit für die Nachfolge des 64-jährigen Zumwinkel ist Logistikvorstand Frank Appel.

Appel gilt nach Zumwinkel als bester Kenner des globalen Konzerns Deutsche Post World Net. Seit 2002 ist er Mitglied im Vorstand der Post  .

sil/dpa/Reuters