Steuerfahnder: Auf der Spur der Schwarzgeld-Schiffer - DER SPIEGEL
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Steuerfahnder Auf der Spur der Schwarzgeld-Schiffer

Käufer von Luxusyachten sind den Steuerfahndern schon länger ein Dorn im Auge. Zurzeit wird gegen rund 30 Schiffseigner ermittelt. Der Verdacht: Über die Bootskäufe wurden große Summen Schwarzgeld gewaschen.
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Düsseldorf - Medienberichten zufolge sind mehrere Finanzämter in ganz Deutschland an den Ermittlungen beteiligt. Ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Finanzministerium bestätigte die Untersuchungen, wollte sich jedoch nicht näher dazu äußern.

Yachten gelten als beliebte Anlage für Geld, das der Fiskus nicht bekommen soll. Nicht selten werden die millionenteuren Boote mit großen Summen Bargeld angezahlt, nicht selten geht auch die gesamte Summe in großen Scheinen über den Tisch. Anders als bei Immobilien muss der Kauf einer Yacht nicht vom Notar beglaubigt werden. Häufig werden die Luxusliner auch bei ausländischen Bootsbauern erworben.

Doch auch andere Tricks kennen die Fahnder inzwischen. Etwa den, beim Kauf ein ausländisches Unternehmen zwischenzuschalten. Über diese Gesellschaften - zu finden etwa auf der britischen Kanalinsel Guernsey oder auf den Virgin Islands in der Karibik - werden die Zahlungen dann meist anonym abgewickelt, das Schiff wird dort registriert. Die deutschen Steuerbehörden sind machtlos.

Dennoch kommen die Ermittler den Steuerhinterziehern immer wieder auf die Schliche - meist hintenrum. Es gebe da einige Möglichkeiten, erklärt Norbert Greß vom nordrhein-westfälischen Finanzministerium. Eine sei die Betriebsprüfung bei einem Bootsbauer. Da dieser die Namen seiner Kunden in der Regel in den Geschäftsbüchern erfasse, könne man so den zuständigen Finanzämtern hin und wieder einen Tipp geben. Viele Yachtbesitzer erhielten dann überraschenden Besuch, bei dem die Fahnder gern auch mal nach den jüngsten Urlaubsfotos verlangten.