Steuerfahnder: Erfolglos im Osten - DER SPIEGEL
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Steuerfahnder Erfolglos im Osten

Auf die Steuerfahnder kann sich Bundesfinanzminister Hans Eichel verlassen: Sie brachten 1999 fast 2,9 Milliarden Mark in die Kassen. Nur im Osten war nicht viel zu holen.
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Berlin - Die Steuerfahnder der Bundesländer haben im vergangenen Jahr Nachforderungen von über 2,87 Milliarden Mark erhoben. Das geht aus einer am Dienstag vom Finanzministerium in Berlin vorgelegten Dokumentation hervor. Damit flossen rund 28 Prozent mehr in die Kassen des Fiskus als im Vorjahr. Die Zahl der untersuchten Fälle nahm um gut 53 Prozent auf 47.309 zu.

Schwerpunkt der Steuerfahndung sind nach den Angaben die alten Bundesländer mit 40.046 Überprüfungen, während in den neuen Ländern lediglich 2630 Fälle zu Buche standen. Entsprechend wurden in den alten Ländern 2,7 Milliarden Mark an Mehrsteuern eingetrieben und in den neuen nur rund 161.000 Mark.

Auf Grund der Ermittlungen der Steuerfahndungsdienste stieg 1999 der Gesamtbetrag der verhängten Geldbußen auf über 42,7 Millionen Mark, die Summe der Geldstrafen wuchs auf über 59,3 Millionen Mark. Auch bei den Geldbeträgen - bei Einstellung des Verfahrens wegen der Erfüllung von Auflagen - konnte mit über 72,9 Millionen Mark deutlich mehr eingenommen werden als 1998. An Freiheitsstrafen wurden in der Summe 1153 Jahre gegen Steuersünder verhängt. Im Vorjahr waren es noch 1222 Jahre.