Finanzministerium Bund und Länder verzeichnen Zuwachs bei Steuereinnahmen
Bund und Länder haben 2023 knapp zwei Prozent mehr Steuern eingenommen als im Jahr davor. Die Einnahmen summierten sich insgesamt auf 829,77 Milliarden Euro, wie aus dem Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht, der am Dienstag veröffentlicht werden soll. Der Anstieg blieb damit deutlich hinter der Inflationsrate von knapp sechs Prozent zurück.
Das FDP-geführte Ministerium begründete dies mit zahlreichen Entlastungsmaßnahmen der Ampelregierung gegen die hohen Energiepreise. Im Dezember 2023 blieben die Steuereinnahmen in etwa stabil bei knapp 109 Milliarden Euro.
Die deutsche Wirtschaft war 2023 um 0,3 Prozent geschrumpft. »Eine Belebung der wirtschaftlichen Dynamik lässt zu Jahresbeginn 2024 noch auf sich warten, die kurzfristigen Erwartungen der Unternehmen blieben zuletzt branchenübergreifend pessimistisch«, betonte das Finanzministerium. »In diesem Jahr dürfte erst nach und nach eine binnenwirtschaftlich getragene Erholung einsetzen, wenn sich die steigenden Realeinkommen aus merklichen Lohn- und Gehaltszuwächsen bei sinkender Inflation im privaten Konsum bemerkbar machen.«
Die Bundesregierung plant am 21. Februar den Jahreswirtschaftsbericht mit neuen Schätzungen zur Konjunktur zu veröffentlichen.