Steuern: ZEW-Chef fordert Abschaffung der Pendlerpauschale - DER SPIEGEL
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Steuern ZEW-Chef fordert Abschaffung der Pendlerpauschale

In der Debatte um die Vereinfachung des Steuerrechts hat sich jetzt auch ein Berater der Bundesregierung zu Wort gemeldet. Der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz fordert trotz der zuletzt kräftig gestiegenen Benzinpreise eine Abschaffung der Entfernungspauschale.
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Berlin - "Ich bin für eine schrittweise Komplett-Abschaffung dieses Steuervorteils binnen fünf Jahren", sagte der Präsident des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) der "Bild"-Zeitung. Wer preiswert im Grünen wohne, dürfe Fahrtkosten absetzen, doch wer in der Stadt nahe der Firma lebe, könne seine Miete nicht geltend machen. "Das ist ungerecht", begründete der Berater der Bundesregierung seinen Vorstoß gegen die Entfernungspauschale.

Erst kürzlich hatte sich der ADAC angesichts der hohen Benzinpreise dagegen ausgesprochen, die Entfernungspauschale zu senken oder abzuschaffen. Wegen der derzeit hohen Benzinpreise müsse der veränderten Kostensituation der Arbeitnehmer bei der Entfernungspauschale Rechnung getragen werden, hieß es. Der ADAC hatte sich damit gegen Unions-Pläne gewandt, die Pendlerpauschale auf 25 Cent und auf eine Strecke bis 50 Kilometer zu begrenzen.