Steuerrazzia Jetzt spricht Zumwinkels Bruder
Berlin - Hartwig Zumwinkel war nicht da, als die Steuerfahnder in der vergangenen Woche vor seinem Haus in Deutschland standen. Er war auf der spanischen Ferieninsel Mallorca, machte Urlaub. Er soll dort ein größeres Anwesen besitzen. Gegen ihn wird ebenso ermittelt wie gegen seinen berühmten Bruder Klaus, der bis vor wenigen Tagen Chef der Deutschen Post war.
Nun meldet sich Hartwig Zumwinkel via "Mallorca Magazin" erstmals zu Wort. Er werde in der nächsten Woche nach Deutschland zurückkehren, lässt er dort mitteilen. Allerdings plane er kein Treffen mit der Staatsanwaltschaft. "Dieser Steuerfall ist erledigt, insofern dass er aufgeklärt ist. Ich habe die Vorwürfe aufgeklärt. Die Anwälte müssen Vereinbarungen treffen", sagte Hartwig Zumwinkel.
Die Liechtenstein-Steueraffäre hatte vor einer Woche mit den Durchsuchungen bei Top-Manager Klaus Zumwinkel begonnen. Er soll über eine Stiftung im Fürstentum nach Angaben der Bochumer Staatsanwaltschaft eine Million Euro Steuern hinterzogen haben. Auch Hartwig Zumwinkel geriet ins Visier der Ermittler.
wal/dpa-AFX